Lesungen, Musik und mehr: GK-KulturGUT plant im Jahr 2019 viele Events

Lesungen, Musik und mehr : GK-KulturGUT plant im Jahr 2019 viele Events

Der GK-KulturGUT will sich 2019 breiter präsentieren und plant Events in seiner Galerie im Gelo Carré. In der ersten Ausstellung des Jahres geht es um die Deutsch-französische Freundschaft.

Aus zwei getrennten Hälften einer Weltkugel wenden sich zwei menschenähnliche Figuren aus Stahl einander zu und reichen sich die Hand - mit dieser Eisenplastik beteiligt sich der Linderner Künstler Willi Arlt an der nächsten Ausstellung vom GK-KulturGUT im Haus Basten in Geilenkirchen. In einer Zeit, in der in Europa der Ruf nach Abschottung immer lauter wird und der Nationalismus immer mehr Zuspruch findet, befasst sich die Künstlergruppe GK Kunst in ihrer kommenden Ausstellung unter dem Titel „Compagnons“ bewusst mit der deutsch-französischen Freundschaft.

„Wir wollten dieser Bewegung etwas entgegensetzen“, sagt Arlt, der erste Vorsitzende des Vereins. „Gerade da die Städtepartnerschaft zwischen Geilenkirchen und Quimperlé in der Bretagne erst vor zwei Jahren ihren 50. Geburtstag feierte.“ Die Vernissage ist für Sonntag, 27. Januar, um 11 Uhr geplant. Diese Ausstellung bildet den Auftakt zum Jahresprogramm des Vereins.

Der GK-KulturGUT blickt auf ein spannendes und von Umbrüchen geprägtes Jahr zurück. Im September wurde ein neuer Vorstand gewählt. „Ich habe mir eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt und die Arbeit verlief von Beginn an gut und harmonisch“, erzählt Willi Arlt.

Kleiner Ausblick: Willi Arlt, der Vorsitzende vom GK-KulturGUT, mit seiner Arbeit zur nächsten Ausstellung des Vereins. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Im Zuge der Neugliederung wurde die Homepage des Vereins neu gestaltet, und zwölf lokale bildende Künstler schlossen sich in der Arbeitsgruppe GK Kunst zusammen. „Auch mit unserem virtuellen Rundgang sind wir erst Ende November online gegangen“, erinnert sich Arlt. Kunstinteressierte können seitdem in einer Animation die Exponate der Vereinsmitglieder online anschauen. „Diese Ausstellung gibt es so nicht. Das ist alles rein virtuell“, erklärt Arlt.

Das Feedback zu dem Rundgang durch die digitale Schatzkammer des Vereins sei sehr gut. Und auch Willi Arlt gefällt das Spiel des Lichts auf den Bildern, das Design des Museums und die Präsentation der Bilder gut, trotzdem sieht er noch Verbesserungspotenzial. So sollte die Anzahl der gezeigten Werke pro Künstler seiner Meinung nach noch ausgeglichener werden. „Diese zusätzliche digitale Plattform für unsere einheimischen Künstler ist - zumindest laut dem Ersteller-Team - einmalig in Deutschland“, erzählt Arlt. Die virtuelle Ausstellung soll, ganz wie eine richtige Ausstellung, regelmäßig mit neuen Werken aktualisiert werden. In welchem Turnus wisse der Verein aber noch nicht.

Auch 2019 bilden ansonsten vier Ausstellungen im Haus Basten das Zentrum der Vereinsaktivitäten. Neben der Ausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft erarbeitet die GK Kunst derzeit zu einem bisher unbekannten Thema eine zweite Ausstellung, die im September stattfinden soll. In den zwei weiteren Ausstellungen werden namhafte Künstler von außerhalb ihre Werke präsentieren. „Unser Wunsch ist es, renommierte Künstler nach Geilenkirchen zu holen und die Stadt damit kulturell mehr nach vorne zu bringen.“ Denn diese Ausstellungen würden ganz andere Besucher ansprechen und nach Geilenkirchen holen.

„Im Mai planen wir eine Ausstellung mit zwei Künstlern aus den Niederlanden“, verrät Willi Arlt. Einer von ihnen ist der Fotograf Luc ten Klooster. „Als ich auf einer Veranstaltung eine zehn mal 1,8 Meter große Fotografie von ihm sah, war ich dermaßen fasziniert, dass ich ihn unbedingt für eine Ausstellung im Haus Basten gewinnen wollte.“ Für die vierte Ausstellung konnte der Verein unter anderem den niederländischen Künstler Leo Horbach gewinnen. „Mit ihm habe ich schon mehrfach zusammen ausgestellt“, sagt Willi Arlt. Normal sei Horbach vor allem als Bildhauer aktiv. Doch nach Geilenkirchen kommt er mit etwas ganz besonderem - seinen „iGraphics“. „Dafür fotografiert er Strukturen und Risse in Wänden und malt dann auf seinem iPad Figuren in die Umrisse“, erklärt Willi Arlt.

In diesem Jahr will Willi Arlt aber auch ein paar neue Dinge ausprobieren. Ende 2018 hatte der Verein einen Leerstand im Gelo Carré beziehen dürfen. „Bisher wird unsere Ausstellung da aber eher schleppend angenommen“, verrät der Vorsitzende. Um das zu ändern, sollen ab dem Frühjahr Events in den Galerieräumen stattfinden. „Dabei denke ich an Musik und Lesungen aber auch Performance-Kunst“, verrät Arlt. „Wir wollen uns gerne breiter präsentieren.“ Damit möglichst viele Menschen teilnehmen können, sollen die Veranstaltung immer samstags stattfinden.

Noch in den Kinderschuhen steckt außerdem seine Idee, mit der Kunst mehr in die Öffentlichkeit zu gehen und eine Veranstaltung auf dem Makrt oder an der Wurm zu organisieren. „Da alles an einem Tag auf und wieder abgebaut werden muss, ist das aber viel Organisation“, erklärt der Künslter. Daher sein ungewiss, ob der GK-KulturGUT ein solches Event noch in diesem Jahr auf die Beine stellen kann.

Mehr von Aachener Nachrichten