Gangelt: Gewerbepark im Zentralort wächst weiter

Gangelt: Gewerbepark im Zentralort wächst weiter

Der Zentralort Gangelt konzentriert seine Gewerbeflächen am Gewerbepark. Aus alten Flächennutzungsplänen wurden nun unter anderem Stücke in Stahe, an der Verlängerung Lindenstraße in Gangelt und am ehemaligen Zollamt Richtung Süsterseel gestrichen und verlagert.

Diese Flächen werden nun in den Gewerbepark (gegenüber dem Bauhof an der anderen Seite der B56) verlegt. Hier wurde im Rat der Gemeinde Gangelt ein Sondergebiet „für nicht großflächigen Einzelhandel” und ein Gebiet für gewerbliche Bauflächen vorgestellt.

Sondergebiet

Das Sondergebiet hat demnach eine maximale Verkaufsfläche von 3500 Quadratmetern, die in den Erläuterungen zur Tagesordnung auf verschiedene Gewerbe aufgeteilt sind. Diese Aufteilung ist geschehen in Absprache mit der Bezirksregierung in Köln, die unter anderem darauf geachtet hat, dass in Gangelt nur die Kaufkraft abgeschöpft wird, die der Ort selber zu bieten hat.

Öffentliche Anhörung

Entsprechende Hinweise gab es bei der öffentlichen Anhörung auch schon aus den Nachbargemeinde Geilenkirchen, Waldfeucht und Selfkant, die mit Nachdruck darauf achten, ihre eigenen Gewerbe zu schützen.

Das alles führte im Gemeinderat zu keiner Diskussion. Nur ein Punkt bereitete Kopfzerbrechen, und Heinz Huben (UB) sprach wohl vielen Bauherren aus Gangelt aus der Seele, als er sein Unverständnis darüber äußerte, dass neben dem jetzt vorhandenen Baumarkt keine Fläche für einen zweiten Anbieter ausgewiesen ist.

Der vorhandene Baumarkt sei in seinem Angebot beschränkt und in seiner Preispolitik konkurrenzlos. Wie schon zuvor im Bau- und Umweltausschuss der Fachplaner Hans Otto von der Heide, erläuterte Gemeindeplaner Dieter Kersten noch einmal, dass diese Flächenaufteilung in Absprache mit der IHK von der Bezirksregierung Köln vorgegeben sei.

Auch dem Vorschlag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Rainer Mansel, diesen Punkt aus dem Plan herauszunehmen, wollte Bürgermeister Bernhard Tholen nicht folgen. „Damit würden wir den ganzen Plan aufs Spiel setzen!” Mehrheitlich, gegen die Stimmen der UB-Fraktion, wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen.

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