Gangelt: Gemeinde will Kosten reduzieren: Müllentsorgung ausschreiben

Gangelt: Gemeinde will Kosten reduzieren: Müllentsorgung ausschreiben

Mit der Hoffnung auf eine Preisreduzierung geht die Gemeinde Gangelt in die Ausschreibung für die Müllentsorgung. Der aktuelle Vertrag läuft am Jahresende aus.

Auf Grund des Auftragsvolumens ist der Vertrag europaweit auszuschreiben. Unterstützt von einem Beratungsbüro hat ein interfraktioneller Arbeitskreis in den vergangenen Wochen das Konzept erarbeitet.

Bioabfall 14-tägig

Die Restmülltonnen sollen weiterhin alle zwei Wochen abgeholt werden. Zukünftig gibt es 80- und 120-Liter-Tonnen. Die 60-Liter-Tonne entfällt. Auch der Bioabfall wird weiterhin 14-tägig gesammelt. Es bleibt auch beim Wiegesystem für diese beiden Abfallarten. Änderungen gibt es bei den Wertmarken für Sperrmüll und Grünschnitt.

Je Restmüllgefäß werden zwei Wertmarken zu je drei Kubikmeter bereit gestellt. Die Marken können sowohl für Sperrmüll als auch für Grünschnitt verwendet werden. Eine dieser Wertmarken kann man gegen sechs 0,5 Kubikmetermarken eintauschen, damit aber ausschließlich den Grünschnitt selber an der Schlun-Betriebsstätte in Breberen abliefern.

Zudem kann eine Wertmarke gegen zwei Sperrmüllwertmarken zu je zwei Kubikmetern für die Eigenanlieferung an der Mülldeponie Hanbusch getauscht werden. Das Altpapier wird weiterhin von örtlichen Vereinen eingesammelt wie bisher. Allerdings ist die Zeit der Papierbündel und -kartons vorbei. Eine blaue Tonne mit 240 Litern Inhalt wird an die Haushalte ausgeliefert.

Die Vertragslaufzeit soll sechs Jahre betragen und eine für die Gemeinde einseitige Option für zweimal ein Jahr Verlängerung beinhalten. Bei den Vergabekriterien wird der Preis mit 70 Prozent und die Qualität der Dienstleistung mit 30 Prozent gewertet.

Gegen die Stimme der UB

Während der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler das Paket als „fraktionsübergreifend positiv” wertete und die Leistungen für die Bürger verbessert sah, konnte sich Heinz Huben (UB) mit seinem Vorschlag, eine weitere Differenzierung für Bewohner von Miet- und Etagenwohnungen einzubauen, nicht durchsetzten. Gegen seine Stimme wurde das Verfahren beschlossen.

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