Geilenkirchener Aktionskreis mit neuem Vorstand

Kritische Worte : Geilenkirchener Aktionskreis will die Kräfte bündeln

„Unsere Bevölkerung neigt dazu, die Stadt schlecht zu reden. Auswärtige hingegen finden Geilenkirchen schön. Diese Diskrepanz geht mir auf den Keks“, sagte bei der Jahreshauptversammlung der neue Vorsitzende des Geilenkirchener Aktionskreises, Franz-Michael Jansen, vor seiner Wahl.

Er wolle die Identitätsfaktoren mit der Stadt fördern. „Ich träume von einem Aktionskreis, in dem die Bürger Mitglied werden. Ich träume von einem Aktionskreis, in dem sich jeder einbringt, der Geld verdient. Ich träume von einem Aktionskreis als eine Kraft, die die Atmosphäre in der Stadt verbessert“, meinte Jansen.

In Geilenkirchen müssten die Kräfte gebündelt werden. „Biermarkt und After Work-Markt werden von der Stadt veranstaltet. Brauchen wir verschiedene Veranstalter? Muss jeder unter einer anderen Flagge arbeiten?“ Er wolle die Veranstalter an einen Tisch bringen. Jansen hofft, auch Vereine für den Aktionskreis gewinnen zu können. Ein ganz großes Manko sei ein fehlender Veranstaltungssaal mit einer Bühne in der Innenstadt. „Wir sind ein Aktionskreis, der das Leben in der Stadt verbessern wird“, sagte Jansen und richtete kritische Worte in Richtung Politik.

Er habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass in einer Ausschusssitzung bereits im Mai gesagt werde, dass der Nikolausmarkt den Bach heruntergehe. Und die Vorschläge zur Verschönerung der Schaufenster bezeichnete Jansen als „abstrus“. „Schaufenster verschönern ist nicht Sache des Aktionskreises.“ Nach dieser mitreißenden Rede wurde Jansen von den mehr als 30 Anwesenden zum Vorsitzenden des 134 Mitglieder zählenden Aktionskreises gewählt. Ebenso einstimmig waren die weiteren Wahlergebniss: Mario Kerner, Hubert Winkels und Jürgen Batalia sind stellvertretende Vorsitzende. Schatzmeister bleibt Arno Plum, Geschäftsführer ist Detlef Kerseboom. Beisitzer sind Ramona Kofferath, Barbara Slupik, Susanne Köppl, Albert Baeumer und Jörg Stamm.

Vor der Wahl hatte Schatzmeister Arno Plum seinen Kassenbericht vorgelegt. Die Bilanz endete mit einem Minus in Höhe von 5000 Euro, ein Jahr zuvor seien es noch 8000 Euro gewesen, sagte er. .Die Einnahmen hätten sich insgesamt auf 72.000 Euro belaufen. Alle Veranstaltungen des Aktionskreises seien Zuschussgeschäfte gewesen: Die Autoausstellung haben man mit einer Unterdeckung von mehr als 1700 Euro abgeschlossen, die Culinara und das Weinfest mit mehr als 4000 Euro und den Nikolausmarkt mit fast 5500 Euro.

Die Weihnachtsbeleuchtung sei mit einem Minus von 3898 Euro abgeschlossen worden, nach einem Zuschuss durch die Stadt seien es immer noch 1853 Euro.

(st)
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