Geilenkirchen: Vielfältiges Angebot und viele Gäste bei der Culinara

Culinara : „Die Jugend trinkt süß und das Alter auch“

14 Markthändler mit edlen Weinen und den verschiedensten Speisen waren bei der Culinara 2019 auf dem Geilenkirchener Friedlandplatz dabei. Die zahlreichen Gäste freuten sich über das große Angebot und ließen es sich gut gehen.

„Dieses Jahr war die beste Culinara, die wir je hatten“, meinte Klaus Jansen. Und da ja im Wein die Wahrheit liegt, wie schon der antike griechische Lyriker Alkaios von Lesbos erkannt hatte, muss Klaus Jansen wohl recht haben. Denn als passionierter Weintrinker ist er ja zur Wahrheit verpflichtet, schon um den alten Griechen nicht Lügen zu strafen.

Die meisten Besucher der Culinara, die drei Tage lang bei schönem Wetter auf dem Friedlandplatz in Geilenkirchen über die Bühne ging, werden Klaus Jansen auch nicht widersprochen haben. Die Atmosphäre war getreu dem Motto „Schlemmen, Verweilen und Schlendern“ angenehm entspannt, die Tische stets gut besetzt und das Angebot an Speisen und Getränken hervorragend.

Klaus Jansen war nicht nur als Weintrinker auf der Culinara, sondern auch als Weinhändler. Er betreibt den Weinhandel Waurichen mit großer Leidenschaft für gute Tropfen. Auch das junge Publikum sei schon wählerischer geworden bei der Auswahl ihrer Weine, hat Jansen festgestellt. Der Grauburgunger sei noch immer der Klassiker, der des Weintrinkers Gaumen erfreut. Aber auch beim Grauburgunder gibt es die feinen Abstufungen in der Süße und den Geschmacksnuancen, die das Weintrinken so interessant gestalten. „Die Jugend trinkt süß, und das das Alter trinkt auch wieder süß“, sagt Klaus Jansen, das sei so seine „Lebenserfahrung“.

Die Tische auf dem Friedlandplatz waren alle sehr gut besetzt. Die Atmosphäre auf der Culinara 2019 wurde allseits gelobt, und selbst das Wetter spielte mit. Foto: Dettmar Fischer

Jansen ist nicht nur stets mit einem Stand auf der Culinara präsent, sondern auch im Arbeitskreis des Aktionskreises Geilenkirchen aktiv, der die Festivität gestaltet. Für Franz-Michael Jansen war die Culinara 2019 die erste große Veranstaltung des Aktionskreises, die er als deren Vorsitzender eröffnen durfte und zwar zusammen mit Bürgermeister Georg Schmitz und dem Geschäftsführer des Aktionskreises Detlef Kerseboom, der als Marktmeister die Fäden in der Hand hat. Franz-Michael Jansen sieht in der Culinara eine gute Möglichkeit, das Ziel des Aktionskreises, die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt zu fördern und auswärtige Gäste für Geilenkirchen zu gewinnen, umzusetzen.

Franz-Michael Jansen schloss sich der Meinung seines Namensvetters an und meinte, die Culinara 2019 sei sehr gut bei der Bevölkerung angekommen, die Stimmung ebenfalls sehr gut gewesen. Derzeit überlege der Arbeitskreis, so Jansen, ob eine Erweiterung der Culinara in Richtung Gerbergasse eine Option sein könnte. Während das kulinarische Angebot auf dem Friedlandplatz bleibe, könnte in der Gerbergasse ein Begleitprogramm vielleicht in Form eines Handwerkermarktes oder Ähnlichem entstehen.

Leckere Burger gab es am Stand von Jürgen und Ines Batalia. Foto: Dettmar Fischer

Erstmalig auf der Culinara waren Jürgen und Ines Batalia mit einem Stand vertreten. Jürgen Batalia ist als stellvertretender Vorsitzender des Aktionskreises aktiv. Wein und Burger bot er den Culinara-Gästen an. Wein ginge mittlerweile zu allen Gelegenheiten, meinte Jürgen Batalia. Die Kunden wüssten auch einen guten Wein zu einem leckeren Burger zu schätzen. „Man trinkt heute doch auch Wein zur Currywurst“, meinte Batalia, während seine Frau Ines ein krönendes Fähnchen auf einen fertigen Burger pickste. Batalia freute sich, dass zwei niederländische Brüder, der eine mit Fisch, der andere mit Fleisch, das Angebot der Culinara erweitern und vielleicht auch Gäste von jenseits der Grenze mitbringen.

Erstmalig gab es in diesem Jahr einen Stand mit chinesischen Spezialitäten aus dem Wok und einen mit süßen Crêpes. Die Idee die Vielfalt der Culinara um diese Spezialitäten zu bereichern, war sicherlich nicht schlecht, doch hatten die beiden Standbetreiber leider nicht den notwendigen Besucherzuspruch. Vielleicht suchen die Gäste auch bei den Speisen wie bei den Weinen nach dem Besonderen. Marktmeister Detlef Kerseboom konnte ansonsten aber von den insgesamt 14 Markthändlern eine positive Rückmeldung für die Planung der Culinara 2020 mitnehmen.

Eine frisch zubereitet Pastasauce wurde am Stand des Restaurants Carpaccio angeboten. Foto: Dettmar Fischer
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