Geilenkirchen: Tür-Öffner-Tag bei Hildes Grünzeug

Faules Federvieh? : Die WDR-Maus zu Besuch bei Hildes Hühner

„Ich wollt', ich wär' ein Huhn, ich hätt' nicht viel zu tun, ich legte jeden Tag ein Ei und sonntags hätt´ ich frei“ – So oder so ähnlich mag man sich das Leben eines glücklichen Huhnes vorstellen.

Ob es tatsächlich so aussieht, das wollten so viele große und kleine Menschen wissen, dass beim Tür-Öffner-Tag der WDR-Maus die Mitarbeiter von Hildes Grünzeug in Geilenkirchen alle Hände voll zu tun hatten, um dem Besucherandrang bei über 160 Anmeldungen gerecht zu werden.

Hilde und Harald Volles, die neben Biogemüse auch Bioeier ihren Kunden in Geilenkirchen und Umgebung anbieten, halten ihre 600 Eierproduzenten in drei Mobilställen auf einem Feld jenseits der Geilenkirchener Umgehungsstraße bei Niederheid. So galt es für die Besucher, darunter viele Eltern mit Kindern, das Auto abzustellen und erst einmal ein Stück übers Feld zu laufen. Nicht nur aus Geilenkirchen, sondern auch aus Aachen und dem Niederrhein waren die Interessenten an der Hühnerführung gekommen.

Die Hühner nahmen den Besucherandrang mit absoluter Gelassenheit wahr. Sie pickten weiter rund um ihre Ställe das Grün vom Acker und hörten sich Hilde Volles Erklärungen geduldig mit an. Nur bei deren Bemerkung „Hühner sind faul“ zuckte doch der ein oder andere Hühnerkamm leicht zusammen.

Hühner in freier Wildbahn erlebten die Besucher beim Tür-Öffner-Tag der WDR-Maus in Niederheid. Foto: Dettmar Fischer

Volles erklärte, dass die Mobilställe regelmäßig umgesetzt werden müssten, wenn eine Fläche abgegrast sei. Volles: „Die Hühner könnten zwar auch selber rüber zum frischen Grün laufen, das tun sie aber nicht.“ Da auch der Mensch nicht gerne früher aufsteht als nötig, werden die Mobilställe über Photovoltaik mit Strom versorgt. Dieser macht es möglich, dass die Hühner vollautomatisch Zugang zu den Legenestern bekommen und zwar schon morgens um 2 Uhr.

Auch das Schließen des Zugangs zu den Ställen geschieht automatisch 40 Minuten nach Sonnenuntergang. Die Hühner seien so sehr daran gewöhnt, bei Dämmerung den Stall aufzusuchen, dass es bislang nur einmal Probleme gab. Vermutlich habe der Habicht damals den Stall heimgesucht, da seien die Hühner lieber draußen geblieben, vermutete Volles.

Morgens um 9 Uhr, wenn alle Hühner ausgeschlafen haben, geht die Klappe dann wieder auf. Und dann erfuhren die Besucher beim Tür-Öffner-Tag auch noch, wie die Hühner auch im Winter zum Eierlegen animiert werden. Dies geschieht, indem 16 Stunden am Tag Licht im Stall brennt, dann glauben die Hühner es sei Sommer und legen regelmäßig Eier – auch wenn es winterlich kalt ist.

Mehr von Aachener Nachrichten