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Geilenkirchen: Rückblick auf das Jahr 2019 in Geilenkirchen

Das Jahr 2018 in Geilenkirchen : Altes verschwindet und Neues entsteht

Geräuschvolles Stühlerücken im Geilenkirchener Rathaus, eine Anzeige gegen den Technischen Beigeordneten Markus Mönter und die Rückkehr von Theresia Hensen in die CDU: In den vergangenen zwölf Monaten hat sich in Geilenkirchen viel getan - aber nicht nur in der Politik, wie unser Jahresrückblick zeigt.

Januar

  • Die Abrissbirne droht: Im Frühjahr soll die St. Josef Kirche in Bauchem abgerissen werden. Dabei soll auch Glaskunst in den Abfallcontainer wandern. Der weltbekannte Glaskünstler Ludwig Schaffrath hatte in Zusammenarbeit mit dem Architekten Mathias Kleuters den Kirchenraum gestaltet.
  • Die Grünen möchten, dass Geilenkirchen bunter und naturnaher wird und setzen auf Naherholung, Wohnmobilstellplätze, Trimm-Dich-Pfad und Adventure-Golf.  Sie wollen einen Erlebnispfad durch Geilenkirchen schaffen.
  • Für negative Schlagzeilen sorgt gleich zum Jahresanfang die Firma Zentec: Mehr als zwei Dutzend Mitarbeiter klagen wegen nicht gezahlter Löhne. Auch der Staatsanwalt beobachtet die Vorgänge in dem Geilenkirchener Automobilzuliefererbetrieb.
  • Fünf Jahre wurde im Ort und in politischen Gremien diskutiert. Jetzt erfolgt der erste Spatenstich für das Bürgerhaus Bauchem.

Februar

  • Pläne für einen barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe werden vorgestellt. Dafür haben die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung viele Jahre gekämpft, sind aber stets auf taube Ohren gestoßen. Im Sommer wird die Bahnstrecke über viele Wochen gesperrt.
  • Die Schaffrath-Fenster werden gerettet: Ein Kunstwerk soll die St. Barbara Kirche in Herzogenrath schmücken, weitere sollen in das Sozialzentrum Bauchem integriert werden. Freunde der Glaskunst atmen auf.
  • Bewohner der Fliegerhorstsiedlung werden über die Sanierungspläne informiert. Aber viele Fragen bleiben unbeantwortet.
  • Theresia Hensen kehrt in die CDU-Fraktion zurück. Die ehemalige Parteichefin der Christdemokraten verlässt die Fraktion „Geilenkirchen bewegen! Und FDP“.

März

Sie gehört wieder der CDU-Fraktion an: Theresia Hensen. Foto: zva/Udo Stüßer
  • Altes verschwindet, Neues entsteht: Langsam frisst sich der Bagger durch die St. Josef Kirche. Innerhalb von wenigen Tagen ist ein Stück Ortsgeschichte aus Bauchem verschwunden.
  • Die Kindergartenbeiträge sollen ab August um 1,5 Prozent steigen. Die Grünen kritisieren eine aus ihrer Sicht „unsoziale Beitragsregelung“ und wollen mehr Eltern von den Beiträgen befreien.
  • Das Landgericht Aachen hat das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Firma Zentec eröffnet. Jetzt sollen Investoren gefunden werden.

April

  • Alle Fraktionen wollen Verkehr in der Innenstadt vermeiden. Für den Vorschlag von CDU-Fraktionschef Max Weiler, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, gibt es nur Zustimmung im Stadtentwicklungsausschuss.
  • Derweil verwahrlost nach Ansicht der SPD der Wurmauenpark. Er soll, so deren Vorstellung, zu einem Mehrgenerationenpark ausgebaut werden. Auch dieser Beschluss wird einstimmig gefasst.
  • Der im Tripser Wäldchen trocken gelegte Teich sorgt für Diskussionen. Die Grünen erstatten sogar Anzeige gegen den Technischen Beigeordneten Markus Mönter.
  • Geräuschvolles Stühlerücken im Rathaus: Bürgermeister Georg Schmitz möchte die Verwaltung umstrukturieren. Der Leiter des Amtes Stadtbetrieb, Andreas Eickhoff, wird von Gort Houben, Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft, abgelöst. Eigentlich wollte Schmitz auch die Kompetenzen des Technischen Beigeordneten Markus Mönter beschneiden. Doch die Politik macht ihm einen Strich durch die Rechnung.
  • Der Jugendamtselternbeirat protestiert gegen Kita-Gebühren, Eltern demonstrieren vor dem Rathaus.

Mai

  • Im Mai wird in Geilenkirchen gefeiert: Der erste Biermarkt lockt in die Innenstadt. Die Besucher lassen sich 170 verschiedene europäische und südamerikanische Biere schmecken.
  • Zuvor war der Pfingstmarkt ein großer Publikumsmagnet.

Juni

Er stand in der Kritik und verlässt nun Geilenkirchen: der Technische Beigeordnete Markus Mönter. Foto: zva/Udo Stüßer
  • Das Laserbearbeitungs- und Beratungszentrum expandiert immer weiter, denn die Entwicklung des Streetscooters ist eine Erfolgsgeschichte.
  • Gleichzeitig wird bekannt, dass der benachbarte Musikpark ein Fall für die Abrissbirne wird. Die Besucherzahl ist von 5000 wöchentlich auf zeitweise unter 1000 gesunken. Das LBBZ wird im kommenden Jahr diese Fläche bebauen.
  • Die Culinara ist wieder ein voller Erfolg. Bürgermeister Georg Schmitz hat vorher eine Diät eingelegt und sechs Kilogramm abgenommen, wie er verkündet.

Juli

  • Diskussion um Musikschulstandort: Schüler und Lehrer sollen aus dem Nebengebäude des Rathauses  aus- und in den Seitentrakt der Realschule einziehen. Geilenkirchen wird als Fair-Trade-Town anerkannt, die offizielle Feier ist im September.
  • Aus der Fliegerhorstsiedlung kommen neue Proteste: Bürger kritisieren die geplante Sanierung im Westteil. Viele befürchten, die Anliegergebühren nicht zahlen zu können und ihr Haus verkaufen zu müssen.

August

  • Gewalt, Drogen und nächtliche Autorennen: Die Fraktion „Geilenkirchen bewegen! Und FDP“ fordert ein Sicherheitskonzept für die Stadt Geilenkirchen.
  • Die Bundeswehr baut Barrieren ab: Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr wird mit dem ersten Inklusionspreis der Streitkräftebasis ausgezeichnet.

September

  • Zu wenig Räume in der Realschule: Der Vorstand der Musikschule mit Uwe Böken an der Spitze und Realschulleiter Peter Pauli überzeugen die Verwaltung, dass ein Umzug der Musikschule in die Realschule nicht die Lösung des Problems ist.
  • Ein guter Tropfen unter Freunden: Gäste aus der ganzen Region und Winzer loben die besondere Atmosphäre beim Weinfest.

Oktober

  • Hatte Markus Mönter die Nase voll? Fest steht: Geilenkirchen braucht einen neuen Technischen Beigeordneten. Mönter verlässt Anfang des Jahres die Stadt und wird Stadtbaurat in Dülmen.
  • Die Diskussion um Kita-Beiträge geht weiter: Im Jugendhilfeausschuss wird gefeilscht wie auf einem orientalischen Basar. Doch eine Entscheidung gibt es nicht.

November

Das idyllische Bild trügt: Straßen und Kanäle der Fliegerhorst-Siedlung sind sanierungsbedürftig. Doch die Bagger rollen erst 2022 an. Foto: zva/Udo Stüßer
  • Nicole Abels, Gemeindesozialarbeiterin der Caritas, schlägt Alarm. Immer weniger Ehrenamtler engagieren sich für Flüchtlinge: Vor zwei Jahren waren es noch 90, heute sind es nur noch rund 30.
  • Nach langer Diskussion um Kita-Gebühren im Stadtrat werden Anträge der Grünen und der SPD abgelehnt: Nur sieben Familien in der Stadt werden künftig entlastet.

Dezember

  • In Lindern soll endlich etwas entstehen: Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven, der Kreis Heinsberg und die WfG forcieren nun gemeinsam Planungen für ein Industrie-Areal.
  • Großes Lob für Kämmerer Daniel Goertz, viel Schelte für Bürgermeister Schmitz: Der Stadtrat verabschiedet den rund 70 Millionen Euro umfassenden Haushalt.
  • Es wird beschlossen, dass erst 2022 die Bagger in der Fliegerhorstsiedlung anrollen.

Die SPD beendet die Kooperation mit der CDU. Der erste Bauabschnitt des Quartierzentrums Bauchem wird eingesegnet.

Die anderen Teile des Jahresrückblicks gibt es hier:

Das Jahr 2018 in Übach-Palenberg

Das Jahr 2018 in Gangelt

Ulrich Berners erweitert seinen Betrieb ständig. Im kommenden Jahr wird der Musikpark einer neuen Produktionshalle für das LBBZ weichen. Foto: zva/Udo Stüßer