Geilenkirchen Landpartie auf dem Hünshoverhof

Landpartie auf dem Hünshoverhof : Das Wohl der Stadt Geilenkirchen im Blick

Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Militär, Schulen, Vereinswelt und anderen Institutionen trafen sich in geselliger Runde. Bürgermeister Schmitz wünscht sich einen authentischen Wahlkampf.

Der Hünshoverhof der Familie Latten ist traditionell der Veranstaltungsort der Geilenkirchener Landpartie. Auch in diesem Jahr hatte Bürgermeister Georg Schmitz im Namen der Stadt Geilenkirchen wieder Vertreter des öffentlichen Lebens der Garnisonstadt auf den Hof eingeladen, um in dessen wunderbarem Ambiente ein paar frohe Stunden bei gutem Essen und Trinken und interessanten Gesprächen zu verbringen. Die Politik mit Landrat Stephan Pusch, die Wirtschaft, die Kultur und natürlich das Vereinsleben waren vertreten.

Eingeladen zur Landpartie waren selbstverständlich auch die in Geilenkirchen stationierten Streitkräfte unterschiedlicher Nationalitäten. Für sie sprach Brigade General Charles Mc Daniel das Grußwort. Charles Mc Daniel bat die Gäste zunächst um eine Schweigeminute für den in dieser Woche bei einem Flugzeugabsturz umgekommenen Luftwaffenpiloten.

Es sei schön, so Mc Daniel, die militärischen und zivilen Angehörigen des Verifikationszentrums der Bundeswehr, die Angehörigen der NATO Streitkräfte und die Geilenkirchener Bevölkerung an einem Ort vereint zu sehen. Dies spreche für die Freundschaften, die sich entwickelt hätten und gewachsen seien. Charles Mc Daniel dankte Bürgermeister Schmitz persönlich dafür, dass er die Angehörigen des Militärs und ihre Familien in der Gemeinschaft willkommen heiße.

Georg Schmitz dankte seinerseits den Eheleuten Anne-Marie und Erich Latten, die ihr wunderschönes Zuhause für diese Veranstaltung zur Verfügung stellen. Schmitz freute sich, dass nach einem positiven Ratsbeschluss dieses Veranstaltungsformat beibehalten werde. „Eine Feier, die jahrzehntelang durchgeführt wird und jedes Jahr aufs Neue auf große Resonanz trifft, sollte nicht aufgegeben werden.“ Zur Mitte des Jahres biete die Landpartie die Möglichkeit, sowohl einen Rück- als auch einen Ausblick auf das Jahr zu werfen. Im politischen Raum seien die letzten Monate sicherlich geprägt gewesen von Veränderungen in den einzelnen Parteien durch Fraktionsaustritte oder Neugründungen. Derzeit zeige sich, so Schmitz, auf kommunalpolitischer Ebene, dass die politischen Akteure sich überdenken, so wie man es auf landes- und bundespolitischer Ebene momentan erlebe. Zurückzuführen sei dies zu einem großen Teil auf die Forderungen der Gesellschaft nach neuen Lösungen, Ideen und auch Programmen, mit denen man den Problemen und Fragen der Zeit begegnen könne.

Gerade die jungen Wähler zeigten sich unzufrieden mit einer starren, in ihren Augen alten Politik. Georg Schmitz verwies auf das Thema Klimaschutz, das nun auch von einer Geilenkirchener Gruppe von „Fridays for Future“ mit einem Infostand auf dem Marktplatz aufgegriffen worden sei. Auch die lokalen Ortsverbände beschäftigten sich verstärkt mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, wie die Anträge in den letzten und für die kommenden Gremiumssitzungen zeigen würden. Offenbar sei auch ein Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg machbar, wenn es um diese Themen gehe, das stimme ihn zuversichtlich, meinte Bürgermeister Schmitz.

Und er fügte hinzu: „Populistische Rhetorik und Meinungsmache mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im September 2020 stehen hier zum Glück hinten an.“ Für den kommenden Wahlkampf wünscht sich Schmitz authentische Diskussionen, die deutlich machen, dass alle das Wohl der schönen Stadt Geilenkirchen im Blick haben.

Für das Rathaus-Team gebe es derzeit so viel Arbeit wie selten zuvor. Stadtplanerisch arbeite die Verwaltung an Konzepten, um zusätzliche Bau- und Gewerbegebiete zu entwickeln. Der Zuzug junger Familien habe in den vergangenen Jahren zugenommen, da sich Geilenkirchen als ausgesprochen familienfreundliche Stadt präsentiere. Schmitz sprach die Bürgerhäuser an und die Sportstättensanierung, den Bau von Kindergärten und Großprojekte an verschieden Schulen, die gemeinsam mit privaten Bauprojekten das Bild der Stadt verändern würden. Die Spendenaktion im Rahmen der Landpartie werde in diesem Jahr der Initiative Erinnern zugute kommen, erläuterte Bürgermeister Georg Schmitz. Sein Dank galt der Schützenkapelle Hünshoven, die den musikalischen Rahmen der Landpartie gestaltete. (defi)

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