Geilenkirchen: Kunst & Handwerkermarkt lockt an die Wurm

Kunst & Handwerkermarkt an der Wurm : Fabelwesen und Rosen aus Metall locken die Besucher

Fabelwesen, Dekoartikel und Schmiedekunst wie zu früheren Zeiten waren auf dem Kunst & Handwerkermarkt an der Wurm zu sehen. Die ausstellenden Künstler zeigten ihren Besuchern gerne, wie ihre Kunstwerke entstehen.

„Kunst & Handwerk an der Wurm“ bot den Besuchern am Sonntag wieder eine breite Palette an kunsthandwerklichen Erzeugnissen. 100 Aussteller hatten sich beim Marktmeister Detlef Kerseboom zu dieser bei Publikum und Ausstellern nach wie vor sehr beliebten Veranstaltung der Stadt Geilenkirchen im Wurmauenpark angesagt. Leider hatten sich ein paar Aussteller wohl wegen der Hitze kurzfristig dafür entschieden, lieber in die Eisdiele zu gehen. Das Angebot an handwerklich hergestellten Dekorations- und Gebrauchsgegenständen war aber dennoch sehr zufriedenstellend.

Erstmals auf dem Markt vertreten war Wolfgang Schmitz aus Stolberg mit seinen Drechselarbeiten. Er hatte eine kleine Werkbank mit an seinen Stand im Wurmauenpark gebracht. So konnten die Besucher miterleben, wie schöne Schalen und kleine Gegenstände aus dem Holz heraus gedrechselt wurden. Sein Freund, der Schmied Ron, hatte zu Wolfgang Schmitz gesagt: „Hör mal, ich hab Dich noch nie auf dem Markt in Geilenkirchen gesehen. Ich melde Dich da einfach mal an.“ So kam Wolfgang Schmitz in den Wurmauenpark, und er hat es nicht bereut. Schmitz: „Ich habe hier schon viele interessante Gespräche geführt. Auch wenn die Leute nicht alle was kaufen, zeigen sie doch großes Interesse für das Holz, das ist genau so schön. Es macht richtig Spaß hier.“

Sein Freund Ron, der Schmied, hatte seine Esse, den Herd des Metallarbeiters, auf der anderen Seite des Sees aufgebaut. Auch Janine Brodermanns, die Detlef Kerseboom gerade in das Marktmeisterwesen einführt, konnte den kleinen Rosenblüten, die Ron van Loorbeek in seiner Kunstschmiede herstellt, nicht widerstehen. Das offene Feuer und die Hammerschläge zogen viele Besucher an seinen Stand.

Stanislaus Popierz vom Modellflugclub Ikarus Geilenkirchen hatte den Traum eines jeden Hobbygärtnes wahr gemacht und einen fliegenden Rasenmäher gebaut. Der Modellflugclub nimmt regelmäßig am Kunsthandwerkermarkt teil und präsentiert seine tollen Fluggeräte. Im naturnahen Ambiente des Wurmauenparks kommen die Dekostücke für den Garten ganz besonders gut zur Geltung. An vielen Ständen waren Fabelwesen aus Ton zu sehen, die die Gartenlandschaft bereichern. Marja Adamczyk aus Nirm war ebenfalls zum ersten Mal auf dem Markt mit ihren Töpfersachen präsent. Sie hatte wie viele Hobbykünstler klein angefangen und sich dann immer mehr in ihrer Handwerkskunst entwickelt. Seit sie einen eigenen Brennofen besitzt, haben ihre Töpferwaren eine andere Qualität bekommen. Nun freute sie sich darauf, von den Besuchern zu hören, wie bei diesen ihre Teller und Tassen ankommen.

Marlies Frenken bot 3-D-Grußkarten an. Sie kommt seit einigen Jahren aus Güdderath bei Mönchengladbach regelmäßig zum Kunsthandwerkermarkt nach Geilenkirchen und will dies trotz vieler Angebote von anderen Marktveranstaltern auch beibehalten. „Das Ambiente stimmt, die Anlage ist top, ich bin rundum zufrieden.“ Sie macht wie viele andere Aussteller alles komplett selbst. Sie hatte schon als Kind gestickt, aber da Sticken derzeit out ist, kam sie auf die Grußkarten.

Dagmar Kamps ist am Sonntagmorgen schon 95 Kilometer vom Niederrhein angereist, um auf dem Markt die Produkte ihrer Rosenwerkstatt anzubieten. Getrocknete Blumen, Moos und Kräuter arrangiert sie zu ansprechenden Bouquets. „Wenn der Lavendel nicht mehr duftet, einfach ein paar Tropfen Lavendelöl drüber träufeln“, empfahl sie einer zufriedenen Kundin.

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