Geilenkirchen: Gleichstellung, Personal und Parkplätze

Haupt- und Finanzausschuss : Gleichstellung, Personalentwicklung und Parkplatzprobleme

Viel Applaus gab es im Geilenkirchener Haupt- und Finanzausschuss für den neuen Gleichstellungsplan und das Personalentwicklungskonzept der Verwaltung. Die Parkplatzsituation in Geilenkirchen sorgte hingegen für vielfältigen Unmut. Eine Lösung soll her.

Beifall für zwei Frauen gab es im Geilenkirchener Haupt- und Finanzausschuss. Das Lob galt Monika Savelsberg, die den überarbeiteten Gleichstellungsplan vorstellte, und Sandra Schumachers, die das Personalentwicklungskonzept der Stadt für die Zeit bis 2020 erläuterte.

Monika Savelsberg erklärte, dass der Gleichstellungsplan der Stadt nach den Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes erstellt wurde. Bei den Punkten, die die Arbeit bei der Verwaltung für Frauen attraktiver machen und familienfreundlicher machen, nannte sie unter anderem die Möglichkeit der individuellen Gleitzeit. Außerdem würden derzeit auch die Möglichkeiten für Heimarbeit geprüft.

Während der Frauenanteil in der Verwaltung insgesamt im Durchschnitt liege, gebe es in den Führungspositionen immer noch zu wenige Frauen. Auf eine Nachfrage von Christian Kravanja (Bürgerliste) hin, erwiderteMonika Savelsberg, dass es bei Neubesetzungen und Kandidaten mit gleicher Qualifikation keine Gefahr für eine so genannte „Konkurrenten-Klage“ gebe. Vorgeschrieben sei zunächst die interne Ausschreibung. Erst wenn keine qualifizierte Frauen-Bewerbung vorliege, werde öffentlich ausgeschrieben.

SPD-Sprecher Christoph Grundmann dankte der Gleichstellungsbeauftragten für die gelungene Arbeit und sprach damit – zumindest dem Beifall nach zu urteilen – für den gesamten Ausschuss. Dem Gleichstellungsplan wurde einhellig zugestimmt.

Dass es in Führungspositionen der Verwaltung zu wenige Frauen gibt, zeigte auch das von Sandra Schumachers vorgestellte Personalentwicklungskonzept bis 2020. Insgesamt beschäftigt die Verwaltung derzeit 288 Mitarbeiter, wobei der Altersdurchschnitt bei 45 Jahren liegt.

Da knapp ein Viertel der Mitarbeiter in absehbarer Zeit das Rentenalter erreicht und nur 14 Prozent jünger als 30 Jahre sind, müsse man nach Meinung von Sandra Schumachers weiter verstärkt Ausbildung betreiben.

Ein Werkzeug zur Ermittlung des Personalbedarfs seien regelmäßige Mitarbeitergespräche. Intensive Einarbeitungsphasen sollten die Motivation und Leistungsfähigkeit stärken, und eine Rotation durch verschiedene Aufgabenbereiche diene der Verstärkung von Flexibilität. Ein formuliertes Ziel in der Personalentwicklung ist auch die Förderung von Fort- und Weiterbildung und damit die Möglichkeit, beispielsweise vom mittleren in den gehobenen Dienst aufzusteigen. Nach wenigen Nachfragen nahm der Ausschuss das Konzept zustimmend zur Kenntnis.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, dem Rat die Einführung einer „transparenten Beschlusskontrolle“ zur Annahme zu empfehlen. Nach einem Antrag der Grünen hatte die Verwaltung eine Umstellung der im Rathaus genutzten Internetplattform „SessionNet“ vorgeschlagen, die es Rats- und Ausschussmitgliedern ermöglicht, schneller als bisher zu prüfen, wie es um die Durchführung der gefassten Beschlüsse und Aufträge an die Verwaltung steht, oder wie der Bearbeitungsstand einzelner für die Rats- und Ausschussarbeit relevanter Punkte ist.

Die Umstellung des Systems soll einmalig nur 400 Euro kosten und wird, wie Grünen-Sprecher Jürgen Benden meinte, auch der Verwaltung bei ihrer Arbeit helfen.

Parken in der Innenstadt

Ebenfalls Thema im Ausschuss waren die offenbar bestehenden Parkprobleme in der Geilenkirchener Innenstadt. Grünen-Sprecher Jürgen Benden berichtete am Donnerstagabend über Sorgen der Anwohner an der Heinsberger Straße etwa zwischen Friedhof und Kreisverkehr. Seit nämlich die Parkdauer in der Innenstadt und auch im Parkhaus hinter dem Rathaus auf eineinhalb Stunden begrenzt wurde, werde die Heinsberger Straße stark von Dauerparkern, die in Geilenkirchen arbeiten oder längere Zeit verbringen müssen, genutzt. Die Anwohner könnten oft nicht mehr in Wohnungsnähe parken.

Benden fragte, ob hier möglicherweise Anwohnerparkausweise eine Lösung sein könnten. Während Bürgermeister Georg Schmitz mitteilte, dass seitens des Ordnungsamtes nach einer Lösung gesucht werde, sagte Beigeordneter Herbert Brunen, dass Parkausweise nicht die Lösung sein könnten, weil es dann mehr Parkausweise als Stellplätze geben würde. Man müsse feststellen, dass es in der Innenstadt de facto zu wenige Parkplätze gebe und sich um ausreichenden neuen Parkraum kümmern.

Probleme durch parkende Pkw hatte auch der CDU-Stadtverordnete Heinz Kohnen festgestellt und zwar an der Martin-Heyden-Straße bis hin zur Tennisanlage und am Nachtigallenweg. Die Fahrbahnen seien dort oft so verengt, dass Kranken- oder Rettungswagen behindert würden. Auch mit dem neuen Parkhaus am Krankenhaus werde die Situation dort nicht verbessert.