Geilenkirchen: Geilenkirchen: Erster „Kinder-Judotag”

Geilenkirchen: Geilenkirchen: Erster „Kinder-Judotag”

„Das ist ein wunderbarer Tag des Ringens und des Raufens für die Kinder”, kam es Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler beim Anblick der zahlreichen Jungen und Mädchen auf der Matte über die Lippen.

Sein Übach-Palenberger Amtskollege Wolfgang Jungnitsch stand ihm in der Turnhalle in Bauchem zur Seite und fühlte genau so. Die Schüler der Grundschulen Boscheln, Frelenberg, Palenberg, Immendorf, Scherpenseel, Würm, Teveren und der beiden Geilenkirchener Grundschulen hatten beim ersten „Kinder-Judotag” ihren Spaß. Die sportliche Betätigung auf der Matte war für die meisten Jugendlichen neu, aber von den Veranstaltern beabsichtigt.

Zum Kinder-Judotag anlässlich des landesweiten Programms „NRW bewegt seine Kinder” hatten der nordrhein-westfälische Judo-Verband und der Kreissportbund Heinsberg eingeladen. Nach der Premiere in Düsseldorf war dies die zweite Veranstaltung dieser Art im Land. Deshalb hob die Teilnahme des Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, beim Kinder-Judotag dessen besondere Bedeutung hervor. „Wir wollen auch die soziale Kompetenz bei den Kindern verbessern”, nennt Peter Frese einen Grund für das Projekt. Aktionen dieser Größenordnung könnten nur funktionieren, wenn alle mitmachten - Vereine und Kommunen, Kreis und Land.

Der Präsident des Deutschen Judo-Bundes lobte in diesem Zusammenhang den Geilenkirchener Event als vorbildlich. Organisiert von Nicole Hafner vom NRW-Judo-Verband und Anouk Laddach vom Kreissportbund Heinsberg war der zweitägige Schnupperkurs für die Jugend von den teilnehmenden Grundschulen mit Freude aufgenommen worden. „Wir wollen die Kinder herausfordern und Synergieeffekte zwischen Schulen und Judosport herstellen”, sagt Nicole Hafner.

Neben 20 Aufsichts- und Betreuungspersonen hatten sich für eventuelle Notfall die Schulsanitäter Lisa Göbbels und Judith Wals von der städtischen Realschule Geilenkirchen freiwillig zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden an zwei Tagen mehr als 450 Jungen und Mädchen Grundbegriffe des Judo vermittelt. Jeweils acht professionelle Trainer des Budo Sport Clubs Geilenkirchen und der Judo-Abteilung von Germania Bauchem führten die Schulkinder an die Verteidigungstechniken der Judoka heran.

Am zweiten Tag war der zweifache Judo-Vizeweltmeister und Olympiateilnehmer Andreas Töl­zer beim Kinder-Judotag zu Gast und demonstrierte bei mehreren Showkämpfen sein Können. An­dreas Tölzer ist auch Pate des landesweiten Projektes „Schwer mobil” und stand schließlich noch für Autogramme zur Verfügung.

Schirmherr Thomas Fiedler war nicht nur erfreut über die großartige Resonanz auf den Kinder-Judotag, er zeigte sich auch stolz, dass dieser nach der Premiere in Düsseldorf nun in einer relativ kleinen Stadt wie Geilenkirchen ausgerichtet werde. Die Vorsitzenden des Budo Sport Clubs Geilenkirchen und der Judo-Abteilung von Germania Bauchem, Ralf Hölscher bzw. Damian Wazlawczik, freuten sich, dass die große Anzahl der Kinder diesen Sport kennenlernen konnten.

Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bekamen eine Urkunde und dazu Trainingsgutscheine. Und zum gemeinsamen Foto stellten sich nach der Veranstaltung auch die Bürgermeister Thomas Fiedler und Wolfgang Jungnitsch schuhlos auf die Matte. „Wenn es euch gefallen hat”, warb Wolfgang Jungnitsch, „erzählt es euren Freunden weiter.”