Versorgung in den Dörfern: Tante-Emma-Laden auf vier Rädern

Versorgung in den Dörfern : Tante-Emma-Laden auf vier Rädern

Er machte schon einmal Probeparken am Bahnhof Schierwaldenrath, demnächst steht er jeden Mittwoch von 14.30 bis 15 Uhr hier – der Tante-Emma-Bus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Ab dem kommenden Mittwoch, 15. Mai, ist der rollende Einkaufsladen nämlich in der Gangelter Region unterwegs und nimmt auf dieser Rundreise auch Kleinwehrhagen aus dem Selfkantland mit. Erste Station ist dann mittwochs in der Zeit von 9.30 bis 10 Uhr der Waldparkplatz (Waldstraße) in Gangelt.

Es war ein besonderes Anliegen von Bürgermeister Bernhard Tholen, die Nahversorgung in der Gemeinde besser aufzustellen. Er fand im DRK einen ausgezeichneten Partner. „Wir finden es gut, in den Ortschaften besonders für ältere Menschen eine Nahversorgung zu sichern“, betont Projektleiter Hardy Hausmann vom DRK. Über das Angebot der Lebensmittel hat sich das Team lange Gedanken gemacht. Schließlich kam es zu dem Entschluss, den Schwerpunkt auf Obst und Gemüse aus der Region zu legen. Verschiedene Konserven, Süßigkeiten und weitere allgemeine Artikeln wie Butter, Zucker, Salz und Backwaren füllen die Regale. Das Team möchte in Zukunft auch auf die Kundenwünsche eingehen und das Angebot entsprechend anpassen.

 „Wir haben vieles im kleinen Bus im Angebot“, freute sich Alice Coenen, die die Kunden jeweils vor Ort begrüßen wird.  Gerne nimmt sie zusätzlich Sonderbestellungen entgegen, außerdem ist ein Lieferservice für kranke Menschen möglich.

Bürgermeister Tholen zeigte sich zur Projektpräsentation sichtlich erfreut über den rollenden Tante-Emma-Laden. „Dieses Projekt stammt eigentlich aus der Idee heraus, den Flüchtlingen zu helfen“,  erinnert sich Tholen. „Öffentliche Nahversorgung ist immer ein Thema in der dörflichen Entwicklungsplanung. Da gibt es viele gute Beispiele.“ Oftmals würde der Bus mit seinen festgelegten Zeiten einen Treffpunkte für die Bevölkerung etablieren.

Projektleiter Hardy Hausmann vom DRK  zeigt das Innenleben des rollenden kleinen Einkaufsladens. Der Bus musste extra umgerüstet werden. Foto: agsb

Mit dem Tante-Emma-Bus steht der soziale Dienst des DRK weiter im Dienste der Menschen, die nicht mehr so mobil sind. Das  DRK habe in diesem Bereich viele Bausteine in Arbeit.  Denn seit der großen Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes mit der Flüchtlingshilfe, stelle der Verein sich stetig weiter neu auf. Die Hilfe am Menschen bleibe dabei aber oberste Priorität.

Damit die Waren im mobilen Einkaufsladen schön gekühlt bleiben, mussten die Fahrzeuge mit Kühlfächern und Stromversorgung umgerüstet werden. Das war eine große Herausforderung für den sozialen Dienst des DRK.

Im Erkelenzer Raum ist der Tante-Emma-Bus bereits im Einsatz, nun folgt auch der Gangelter Raum. Die Sortimentsbeschreibung umfasst unter anderen Obst und Gemüse der Saison und reicht von frischen und haltbaren Lebensmittel bis hin zum Putzmittel. Auf Wunsch können auch Bestellungen berücksichtigt werden.

Je nach Erfolg soll der Einkaufsladen auf Rollen auch noch weitere Standorte in der Region anfahren.

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