Mut zum Risiko bringt Schützen in Birgden näher zusammen

St.-Urbanus-Schützenbruderschaft : Schöne Party trotz Umzugs in Mehrzweckhalle von Birgden

Die Frühkirmes der St.-Urbanus-Schützenbruderschaft erlebten die Schützen mit wechselhaften Gefühlen. Der Grund: Erstmals fanden die Aktivitäten rund um die Kirmes in der Mehrzweckhalle statt. Ab 2020 ist dann das Schießheim Schauplatz des Schützenfestes.

Bisher wurde die Birgdener Kirmes auf dem Großen Pley gefeiert, da waren die Schützen mittendrin im Ortsgeschehen. Im Vorfeld hatten einige Schützenbrüder da schon Bedenken wegen des Umzugs, aber nachdem die Kirmesveranstaltungen der vergangenen Jahre nur noch Minusgeschäfte waren, musste gehandelt werden. Und der Mut zum Risiko schien die Bruderschaft und auch die musizierenden Vereine enger zusammen zu schweißen. So war die Stimmung auf der Kirmesparty am Samstagabend so gut wie schon lange nicht mehr. Auch am Tag danach schwärmte so mancher noch vom neuen Vereinsgeist.

Was einige nachdenklich machte, war die fehlende Resonanz der Bevölkerung. Aber Präsident Hermann-Josef Peters hoffte hier auf den Faktor „Zeit“. Die Birgdener müssten sich erst an das „Neue“ gewöhnen.

Und als ob es sich dann doch schon herumgesprochen hatte, wurden mit dem Start des Festzuges am Sonntagnachmittag an der Schule viele Kirmesgäste gesichtet.

Das Königspaar Andreas Bautz und Jenny Nijskens stand wie im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der Kirmestag sowie auch Prinz Bastian Spangenberg, Kinderprinzessin Jule Peters sowie Schützendame Sandra Nobis. Birgdens Schützenmajestäten erlebten jedenfalls eine schöne Kirmes und sahen die Entwicklungen positiv.

Vielleicht, ja, vielleicht könnte der Traum eines Schützenkaisers bei den St.-Urbanus-Schützen in Erfüllung gehen und Andreas Bautz schießt im kommenden Jahr zum dritten Mal den Vogel ab. Am Sonntag war die Stimmung übrigens schon vor dem Festzug großartig, da drehten Musikerinnen des Musikvereins auf dem Karussell ihre Runden.

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