Geilenkirchener Aktionskreis: Mit Franz-Michael Jansen an der Spitze?

Geilenkirchener Aktionskreis : Mit Franz-Michael Jansen an der Spitze?

Franz-Michael Jansen wird am kommenden Mittwoch in der Jahreshauptversammlung des Geilenkirchener Aktionskreises als Vorsitzender kandidieren. Wie berichtet, steht Amtsinhaber Karl-Heinz Esser für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

In Abstimmung mit dem alten Vorstand wird sich eine neue Vorstandsmannschaft präsentieren, die, wie Jansen sagt, „für Aufbruchstimmung in der Stadt sorgen will“.

Der 69-jährige Diplom-Kaufmann Jansen ist vor allem als Kommunalpolitiker in der Stadt bekannt. Der Geilenkirchener CDU-Ortsverbandsvorsitzende Jansen ist auch Vorsitzender des Kreisausschusses für Umwelt und Verkehr, der sich mit der Infrastruktur im Kreis Heinsberg beschäftigt, Mitglied des Regionalrates bei der Bezirksregierung in Köln und Sprecher der CDU in der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen des Regionalrates.

Ihm zur Seite soll Detlef Kerseboom als Geschäftsführer stehen. Er ist Mitarbeiter  des Schulverwaltungs-, Sport- und Kulturamtes und in dieser Funktion in der Stadt auch als „Marktmeister“ bekannt, der viele große Events vorbereitet. Derzeit ist er stellvertretender Geschäftsführer. Geschäftsführer Heiner Coenen ist, wie Donnerstag berichtet, zurückgetreten. Die Versammlung findet am kommenden Mittwoch um 19.15 Uhr im Sportpark Loherhof statt.

Eine der vordringlichsten Aufgaben des neuen Vorstandes ist unter anderem sicherlich die Vorbereitung des Nikolausmarktes, der am Mittwochabend Thema im Haupt- und Finanzausschuss war. In dieser Sitzung ging es um die finanzielle Unterstützung der Stadt zur Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt.

Den städtischen Beitrag zur Weihnachtsbeleuchtung hat der Haupt- und Finanzausschuss im Jahre 2012 auf 2045 Euro festgelegt. Sollte die Unterdeckung des Aktionskreises geringer ausfallen, so wäre auch die städtische Beteiligung geringer. Die vom Aktionskreis vorgelegte Rechnung für die Wintersaison 2018/2019 ergab eine Unterdeckung von 2196 Euro. Deshalb bewilligte der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig einen Zuschuss in Höhe von 2045 Euro. In dem Zusammenhang gab es allerdings Kritik am Nikolausmarkt.

„Es ist ja schön, dass wir Jahr für Jahr die Beleuchtung unterstützen. Aber auch wenn wir 20.000 Euro da reinstecken würden, hilft das dem Nikolausmarkt nicht weiter, der ist in seiner jetzigen Form nicht mehr tragfähig. Wir geraten in Geilenkirchen ins Hintertreffen“, erklärte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden. In Zukunft werde man in Geilenkirchen „ächzen und stöhnen“, weil es keinen Nikolausmarkt mehr gebe.

„Der nächste Nikolausmarkt wird kommen, und er wird traurig aussehen“, lautete Bendens Prognose. Nicht ganz so pessimistisch sah er Helmut Gerads (Bürgerliste): Am kommenden Mittwoch werde der neue AK-Vorstand gewählt, mit ihm müsse sich die Politik zusammensetzen und nach einer Lösung suchen.

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