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„Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“: Ausstellung in Gangelt geht unter die Haut

„Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“ : Ausstellung in Gangelt geht unter die Haut

„Ich wollte etwas, was ich immer bei mir trage“, so begründet eine Mutter ihre Entscheidung für ein Tattoo nach dem Tod ihres Sohnes. Ein solches Tattoo ist eine nach außen getragene Verbindung, vielleicht ein Name oder ein Datum, das immer bleibt.

Weil sie sich für immer an einen geliebten Menschen erinnern wollen, lassen sich viele Menschenein Tattoo stechen. Über 100 dieser Menschen wurden von der Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth fotografiert und von der Trauerbegleiterin Katrin Hartig interviewt. Entstanden ist die Ausstellung „Trauertattoo“. Sie wird heute und morgen, 26. und 27. Oktober, von 13 bis 18 Uhr im Bestattungshaus Otten, Don-Bosco-Weg 1 in Gangelt, gezeigt.

Ein bleibendes Andenken kann neben einem Tattoo auch ein Portrait sein, oder ein ganz besonderes Schmuckstück. An diesem Wochenende gibt es rund um dieses Thema im Bestattungshaus Otten einiges zu entdecken.

Tätowierer Ralf Knoben aus Kirchhoven wird beraten und kleine Trauertattoos stechen. Zudem ist der Künstler Wolfgang Bien aus Übach-Palenberg zu Gast, der Porträts voller Emotionen auf Papier bringt, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Verschiedene Gedenk-Schmuckstücke werden ebenfalls ausgestellt, etwa einen Ring oder Anhänger mit dem Fingerabdruck eines Verstorbenen. Auch gibt es die Möglichkeit, mit ein wenig Asche des Verstorbenen ein Schmuckstück zu füllen. Eine Buchausstellung rund um das Thema Tod, Trauer, Begreifen und Neuanfänge wird präsentiert von Diana Künne aus Niederkrüchten.

Die Hospizbewegung Camino aus Geilenkirchen wird am Samstag ebenfalls vor Ort sein und über das „offene Trauercafé“ und die Trauersprechstunde berichten.

(red)