Übach-Palenberg: Für den Maibaum geht es um Millimeter

Übach-Palenberg: Für den Maibaum geht es um Millimeter

Der Rathausplatz füllte sich am Mittwochabend gegen 18.45 Uhr mehr und mehr. An den zahlreichen Tischen im schicken Ambiente zwischen Zelt und Pavillon gab es fast keinen freien Platz mehr.

Viele Besucher des beginnenden Maifestes schlenderten ferner gemütlich über den Platz, viele machten es sich auch am Brunnen bequem. Dabei wunderten sich alle Besucher, dass der große Maibaum schon fest verankert war.

„Aus Sicherheitsgründen mussten wir den großen Baum mit einer Höhe von rund 40 Meter schon am Vortage befestigen. Die Gefahr, dass der Stamm mal kippen kann, ist immer gegeben. Im Unglücksfall hätten wir ihn nach einer Seite kippen lassen, aber es gibt auf dem Rathausplatz keinen freien Platz mehr, und bei dieser Menschenmenge gehen wir kein Risiko ein”, erläuterte ein Feuerwehrsprecher.

Mithelfern gedankt

Der dicke Stamm mit einem großen Maireifen ragte schon über den Rathausplatz, aber die Feuerwehr sollte am Abend mit dem Aufsetzen eines kleineren Maibaumes in einer Befestigung an der Stammspitze noch Arbeit bekommen. Pünktlich um 19 Uhr marschierte die Feuerwehr, begleitet von der Privatmusikkapelle Scherpensee sowie Drehleiterwagen, zum Rathausplatz.

Hier begrüßte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch alle Anwesenden zum Maifest. Der Bürgermeister dankte besonderes der Feuerwehr für ihren Tatendrang zum Maifest, seit zehn Jahren ist die Feuerwehr hier aktiv und startete das Brauchtumswesen mit dem Maibaumaufsetzen in Übach-Palenberg.

Am Rosenmontag 2002 wurde die Idee in der Rockfabrik geboren. Albertz Spiertz und Freunde der Freiwilligen Feuerwehr sprachen über dies und das. Albertz Spiertz suchte nach einem Highlight in Übach-Palenberg, bis plötzlich die Idee mit dem Maibaumfest aufblitzte. Sie wurde schnell in Planung gegnommen, und bereits 2002 wurde der erste Maibaum in auf dem Rathausplatz aufgesetzt.

Mittlerweile hat sich auch der Rathausplatz zum Generationenplatz gemausert, ist Treffpunkt für Jung und Alt. Wolfgang Jungnitsch dankte auch Andreas Löschner für den herrlichen Blumenschmuck auf den Rathausplatz, lobte ebenfalls die vielen Helfer wie die Freunde vom Bauhof.

Mit buntem Kreppband

Vor dem großen Ereignis spielte die Privatmusikkapelle auf, nach dem Heben des Baumes sorgten die Musiker/innen weiterhin für den guten Ton, danach sorgte ein Discjockey für Partystimmung.

Richtig im Element waren einige junge Feuerwehrleute, die in Vorfreude auf die Nacht den Birkenmaibaum mit buntem Kreppband geschmückt hatten. Danach wurde der Baum mit Seilen an der Drehleiter befestigt. Im Korb saßen Alexander Mahr und Ralf Johnen. Ganz langsam wurde der Baum hochgezogen. Die Besucher streckten die Köpfe in die Luft, viele sollten bald fast einen steifen Nacken bekommen. Denn das Einsetzen des Baumes in dem vorgesehenen Metallstutzen klappte nicht auf Anhieb. Mehrmals hallte ein lautes „Jaaaa” über den Platz, dann wieder ein langes „Ooooh”, aber irgendwie rutschte der Maibaum nicht hinein.

Rund 20 Minuten hatten die beiden Wehrmänner in luftiger Höhe Arbeit, dann brauste Beifall auf. Der Maibaum ragte nun in luftiger Höhe über den Rathausplatz, das große Maifest konnte beginnen. Das Wetter spielte am Abend mit, die Vorfreude auf eine lange Mainacht war allen anzusehen.

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