Geilenkirchen: FSV Geilenkirchen ist dem Abstieg noch einmal knapp entkommen

Geilenkirchen : FSV Geilenkirchen ist dem Abstieg noch einmal knapp entkommen

Trainer Edin Durakovic hat nur gelacht, wenn man ihn auf den möglichen Abstieg aus der Kreisliga A ansprach. Die Hinrunde der ersten Saison nach dem Aufstieg verlief sportlich keinesfalls gut. Jedoch der Club und ganz besonders Coach Edin Durakovic glaubten an die Mannschaft, der 44-jährige Trainer hatte viel Vertrauen in sein Team.

„Es sind ständig Lernphasen, die Spieler können und müssen viel lernen“, so der Coach. Nervös wurde man selbst nach schlechter Hinrunde nicht. Hier stand das Team auf einem Abstiegsplatz und war für alle Ligaexperten Absteiger Nummer eins. „Warten wir mal ab“, sagte sich Durakovic, der in der Saison 2014/15 die A-Junioren im Club trainierte und im folgenden Jahr mit vielen jungen Talenten im Seniorenbereich startete. Zwei Jahre spielte der FSV in Liga B, dann folgte der Aufstieg.

Trainer Durakovic hatte viel Vertrauen in seine Jungens, er sah hier eine starke Einheit. In der Rückrunde wurde hart gearbeitet, alle wollten die Bilanz von nur drei Siegen, vier Remis und acht Niederlagen schnellstens ausbügeln.

Durakovic sah Selbstvertrauen trotz eines fast ununterbrochen eingenommenen Abstiegsplatzes. Und dann kam der FSV gewaltig aus dem Keller, die gesamte Liga war erstaunt. Die Rückrunde war mehr als bärenstark: Rang vier in dieser Statistik mit sieben Siegen, zwei Remis und sechs Niederlagen.

Am Ende wurde es zwar hauchdünn mit nur einem Punkt vor den Abstiegsplätzen — aber der FSV jubelte wie ein Aufsteiger über diesen Husarenritt. Mit Philipp Heinrichs stellte der FSV den besten Torjäger der Liga, 28 Treffer standen hier zu Buche, und dies war genau die Hälfte der geschossenen Tore in der Saison. Neben der guten Offensive war die Abwehr ein Erfolgsgarant, und der Lerneffekt zeigte sich von Spiel zu Spiel.

Für die zweite Spielzeit haben sich der Coach und sein Co-Trainer Almir Botonjic einiges vorgenommen. Es gibt eine Baustelle im Waldstadion, die gemeinsam abgearbeitet werden soll. Es ist die Heimschwäche des FSV, zu Hause bekommt man nichts gebacken. Nur vier Siege konnten auf heimischer Anlage verbucht werden, dazu vier Remis und sieben Niederlagen — das Waldstadion war für die Gastvereine elfmal eine Reise wert. Der FSV agierte lieber auswärts, gewann hier sechs Spiele. Den Schwung der Rückrunde möchte der FSV mitnehmen.

Mit Daniel Seibert (FC Randerath-Porselen) und Jonas Solty (Westwacht Aachen) verlassen zwei Spieler den Club. Der langjährige Kapitän Christopher Finken und Torwart René Meesen möchten kürzertreten, gehören aber weiterhin zum Kader. Aus der zweiten Mannschaft rücken Alexander Schmik, Mola Fati, Durim Feka, Nedrim Feka zur ersten Garnitur, weitere Spieler sollen ebenfalls die Chance erhalten.

Als Neuzugänge wurden Markus Pasz (RW Frelenberg) und Christian Makowiak (FSV Kraudorf-Uetterath) begrüßt, weitere A-Junioren werden im Team eingebaut. Mit 25 Jahren hat das Team einen gesunden Durchschnitt. Man lernte aus der Erfahrung — der Kader wurde breiter aufgestellt.

Am kommenden Freitag, 10. August, startet in Immendorf die diesjährige Fußball-Stadtmeisterschaft, und hier trifft der FSV um 18.30 Uhr auf den FSV Kraudorf-Uetterath, am Sonntag, 12. August, ist dann um 15 Uhr die DJK Gillrath der Gegner. Die Stadtmeisterschaft ist sehr interessant und für den FSV ein Ansporn, denn als Gruppensieger würde man am Donnertag, 16. August, um 19 Uhr im Halbfinale auf den Landesligisten Germania Teveren treffen. Die Germania ist wie Bezirksligist Union Würm-Lindern gesetzt.

(agsb)
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