Gangelt-Langbroich: Frühjahrskonzert mit gleich drei Vereinen

Gangelt-Langbroich : Frühjahrskonzert mit gleich drei Vereinen

Gleich drei Musikvereine begeisterten in der Bürgerhalle in Langbroich-Harzelt ihr Publikum. Der Musikverein Langbroich-Harzelt hatte zu seinem alljährlichen Frühjahrskonzert erstmalig den Instrumentalverein St. Cäcilia Tüddern und den Musikverein St. Hubertus Gangelt eingeladen. So bekam das Publikum ein vielfältiges Programm präsentiert.

Das Konzert eröffnete der Instrumentalverein Tüddern, der unter anderem neben den musikalischen Highlights der Musicals „Frozen“ und „Beauty and the Beast“ auch Robbie Williams „Let me entertain you“ darbot. Lennard Cohens weltberühmtes Stück „Hallelujah“ gab Tüddern unter der musikalischen Leitung von Marc Bongers mit gesanglicher Begleitung einer Klarinettistin wieder und beendete letztendlich sein gelungenes Auftreten mit den besten Stücken der bekannten Pop-und-Rock-Band Coldplay.

Ziele hoch gesteckt

Mit dieser erfolgreichen Darbietung hatte der Instrumentalverein St. Cäcilia Tüddern die Ziele des Abends schon hoch gesteckt, doch auch die Darbietungen der folgenden Vereine konnten das Publikum überzeugen. Nach einer kurzen Pause, in der sich auch innerhalb des Publikums zahlreiche alte Bekanntschaften ortsübergreifend wiedertrafen, betrat der Musikverein St. Hubertus Gangelt die Bühne und eröffnete den zweiten Konzertblock.

Mit seinem ersten Stück „Irish Dream“ von Kurt Gäble brachte der Verein die Zuschauer zum Träumen. Die Gäste konnten fast die grünen und ursprünglichen Landschaften Irlands vor ihrem inneren Auge sehen. Im Kontrast standen die musikalischen Bilder von rauen und stürmischen Küsten. Johnnie Vinsons Arrangement „The Marches of John Williams“ präsentierte bekannte Musikausschnitte aus „Indiana Jones“ und „Star Wars“.

Bei „Het is een Nacht“ des niederländischen Popsängers Guus Meuwis wurde dem Publikum vom Dirigenten Will van Melick aktives Mitwirken abverlangt. Die voll besetzte Bürgerhalle klatschte passend zum Refrain und zeigte dabei sichtliche Begeisterung.

Mit dem Militärmarsch „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer, arrangiert von Siegfried Rundel, beendete der Musikverein St. Hubertus seinen gelungenen Konzertbeitrag.

Geschichte aus der Schweiz

Der Einmarsch des gastgebenden Musikvereins Langbroich-Harzelt eröffnete den letzten Konzertteil. Mit der Ouvertüre „Tell Saga“ von Alfred Bösendorfer erzählte das Orchester eine kleine Geschichte des Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell und eröffnete damit sein erstes Frühjahrskonzert unter der Leitung von Dirigentin Petra Bonten.

Wie zu Beginn des Konzertes durften auch beim Langbroich-Harzelter Musikverein bekannte Popikonen nicht fehlen. Das Orchester begann sein Michael Jackson-Medley mit den ruhigen Stücken „I’ll be there“ und „Man in the Mirror“, die auch bei dem ein oder anderen in Erinnerung an den verstorbenen King of Pop Gänsehaut auslösten.

Wie im Vorhinein angekündigt, verwandelte der Verein sich musikalisch in eine kleine Zombie-Gruppe. Den Musikern gelang es, die gruselige und furchteinflößende Stimmung, wie sie auch im weltberühmten Musikvideo von „Thriller“ dargestellt wird, widerzuspiegeln. Auch der deutsche Musiker und Produzent Herbert Grönemeyer durfte nicht fehlen.

Mit „Heute geht es ausnahmsweise mal nicht um die Frauen, sondern um die Männer“, nannten die beiden Moderatoren Peter Bomanns und Maurice Nießen schon im Vorhinein das erste Stück des Medleys, arrangiert von Wolfgang Wössner. Neben „Männer“ beinhaltete es „Mensch“, die Rockballade „Flugzeuge im Bauch“ und den schnellen „Mambo“.

Nach diesem umfangreichen Stück präsentierte der Musikverein Jacob de Haans „Pasadena“ und anschließend den Konzertmarsch „Washington Post March“. Den letzten eigenen Beitrag schloss das Orchester mit „Aladdin“ aus dem gleichnamigen Disneyfilm ab und entführte das Publikum in eine orientalische Welt.

100 Musiker auf der Bühne

Auch dieser letzte Konzertabschnitt wurde mit tosendem Applaus beendet. Die gute Arbeit der neuen Dirigentin fand beim Publikum guten Anklang.

Nachdem nun alle drei Vereine ihre eigenen Stücke präsentiert hatten, war das Konzert noch nicht vorbei. Die Bühne wurde freigeräumt und kurz darauf versammelten sich alle drei Vereine gemeinsam auf der Bühne.

Zusammen präsentierten die ungefähr 100 Musiker zunächst den Militärmarsch „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ des Österreichers Wilhelm August Jurek. Zum Schluss spielten Tüddern, Gangelt und Langbroich-Harzelt den oftmals als Straßenmarsch bekannten „Jubilissimo“ auf Bühnenniveau.

Damit beendeten die Vereine gemeinsam das sehr gelungene Frühjahrskonzert in Langbroich-Harzelt und konnten anschließend in einer After-Show-Party die Mühe und Arbeit feiern, die für diesen Abend in den letzten Wochen und Monaten von allen Mitwirkenden aufgebracht worden war.

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