Übach-Palenberg: Frau bei Vorbereitungen zum Haarewaschen verbrannt

Übach-Palenberg: Frau bei Vorbereitungen zum Haarewaschen verbrannt

Die am Donnerstag tot gefundene 76-Jährige ist bei den Vorbereitungen zum Haarewaschen ums Leben gekommen. Zu diesem Schluss kam die Staatsanwaltschaft Aachen am Freitag nach der Obduktion.

„Der Vorgang ist so abenteuerlich, dass man als Außenstehender Schwierigkeiten haben kann, das zu verstehen”, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller.

Aufgrund des merkwürdigen Spurenbilds war der Tod der 76-jährigen Frau zunächst sehr rätselhaft. Ermittler hatten sogar ein Verbrechen für möglich gehalten.

„Die Frau lebte in relativ bescheidenen Verhältnissen”, sagte Deller. Heißes Wasser aus der Leitung gab es nicht. Da sie sich offensichtlich die Haare waschen wollte, wollte sie den Ofen im Bad mit Holz anfeuern. Auf dem Ofen stand ein Kessel mit Wasser.

Nach Angaben von Menschen aus dem Umfeld der Frau habe sich die Frau die Haare immer mit auf dem Ofen erwärmetem Wasser gewaschen. Dazu habe sie sich immer eine Glut in der Badewanne angelegt und diese dann in den Ofen geschaufelt - so auch am Donnerstag.

Bei diesem Prozedere sei es offensichtlich zu einem tragischen Unfall gekommen. „Offensichtlich hat der Kittel Feuer gefangen, das sie nicht löschen konnte”, sagte Deller.

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