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Zusage: Fördergelder für Wurmauenpark fließen

Zusage : Fördergelder für Wurmauenpark fließen

Die Stadt Geilenkirchen kann jetzt mit den konkreten Planung zur Neugestaltung des Wurmauenparks loslegen. Feiernde Jugendliche auf den Beamtenparkplatz sorgen derweil für Unruhe.

Mit einer guten Nachricht eröffnete Bürgermeisterin Daniela Ritzerfeld die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Geilenkirchen. Der Bescheid über die Zusage der Fördermittel zur Neugestaltung des Wurmauenparks sei vor wenigen Stunden eingegangen.

Aus dem Förderprogramm des Bundes „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ erhält die Stadt Geilenkirchen rund 1,1 Millionen Euro. Die Förderquote beträgt 90 Prozent der Gesamtkosten, die bei rund 1,2 Millionen Euro liegen. Auf die Stadt Geilenkirchen entfällt ein Anteil von rund 121.000 Euro.

Erst im April hatte die Stadtverwaltung im Stadtentwicklungsausschuss einen Sachstandsbericht mit einer ernüchternden Bestandsaufnahme zur Wurmauenpark abgegeben. Der ökologische Zustand des Parks sei verbesserungswürdig. Die vorhandene Substanz habe sich von 2008 bis 2021 deutlich verschlechtert. Die Bedeutung des Wurmauenparks für die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung sei gering.

Die Verwaltung hatte insgesamt drei Förderanträge eingereicht. Einer war bereits abgelehnt worden. Umso erfreulicher ist, dass nun der Antrag zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ positiv beschieden wurde.

Ins Auge gefasst sind für die Neugestaltung des Wurmauenparks im Rahmen dieses Förderprogramms naturnahe Uferzonen und naturnahe Fließgewässer auch jenseits des Theodor-Heuß-Rings, ein naturnaher Outdoor-Mehrgenerationen-Park, ein barrierefreier Motorik-Erlebnispfad und ein Sensibilisierungspfad als naturnahes Klassenzimmer für Kinder. Mobiles Grün ist auf dem Beamtenparkplatz geplant.

Im Rahmen eines Parkmanagements soll eine intensive Bürgerbeteiligung erfolgen. Der angedachte Rundwanderweg um Geilenkirchen gehört nicht zum geförderten Maßnahmenpaket dieses Bundesprogramms. Als nächste Schritte stehen eine Verfeinerung der Planung, eine Abstimmung mit dem Fördergeber, die Bürgerbeteiligung und die ein oder andere Ausschusssitzung an. Baubeginn könnte je nach Fortschritt im Winter 2022 sein.

Weniger erfreulich war eine weitere Mitteilung der Bürgermeisterin, die den Beamtenparkplatz und seine Zweckentfremdung als Partylocation betrifft. Mit dem Coronavirus-Lockdown hatte sich auch die Freizeitgestaltung vieler Jugendlicher verändert. Wohin, wenn nichts mehr geht, lautete die Frage, die viele motorisierte Jugendliche auch von auswärts zum Beamtenparkplatz in Geilenkirchen geführt hatte.

Die Stadtverwaltung habe seit Inkrafttreten der Corona-Beschränkungen vermehrt Beschwerden von Anwohnern erhalten, erklärte Bürgermeisterin Daniela Ritzerfeld. Diese würden sich vom Geschehen auf dem Beamtenparkplatz belästigt fühlten. Man bereite daher eine langfristige Lösung vor. Als provisorische Zwischenlösung werde man ein Schrankensystem installieren, das den Zugang zum Beamtenparkplatz von 22 bis 6 Uhr absperrt. Es würden aber einige Anwohnerparkplätze auch in dieser Zeit frei zugänglich bleiben. Die langfristige Lösung sei in der Ausschreibung.

Angenommen wurde im Ausschuss einstimmig ein Antrag der Bürgerliste, der die Antragstellung auf Pflichtumtausch von Führerscheinen im Bürgerbüro des Rathauses Geilenkirchen ermöglichen soll. Wie der Fraktionsvorsitzende Christian Kravanja erläuterte, müssten Geilenkirchener Bürger den Pflichtumtausch bislang in der Kreisverwaltung in Heinsberg tätigen, obwohl andere Kommunen dies schon in ihren Rathäusern anbieten würden.

Die Verwaltung hatte dargestellt, dass die Zuständigkeit für die Wahrnehmung dieser Aufgabe auf der Grundlage des §24a der Fahrerlaubnisverordnung gesetzlich den Kreisen und den kreisfreien Städte zugewiesen sei. Da die Dienstleistung zusätzlich aber bereits von sechs der zehn kreisangehörigen Städte und Gemeinden angeboten werde, sei zu überlegen, ob der Service auch im Bürgerbüro der Stadt Geilenkirchen angeboten werden könne. Es müssten aber zunächst die personellen, räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Kravanja sorgte sich ein wenig um den Zeitraum bis zur Einführung dieser zusätzlichen Dienstleistung für die Bürger. Bürgermeisterin Daniela Ritzerfeld stellte aber klar, dass der Begriff „zeitnah“ für sie kein endlos dehnbarer Begriff sei.