Geilenkirchen: Feuerwehr an der Grenze der Belastbarkeit

Geilenkirchen: Feuerwehr an der Grenze der Belastbarkeit

Fast täglich sind die Feuerwehren in der Region für die Bevölkerung unterwegs. Im Gegensatz zur Berufsfeuerwehr arbeiten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich für die Allgemeinheit. Die „Freiwilligen” retten aber genau wie die Berufskollegen Menschen aus Notlagen, bekämpfen Brände und schützen somit Hab und Gut der Bürger.

Bei einem umgestürzten Baum, Wasser im Keller, losen Dachziegeln oder wenn ein Tier gerettet werden muss - die Wehrleute sind gemäß ihrem Slogan „Retten, löschen, bergen, schützen” einfach immer da, wenn ein Unglück geschieht und Hilfe gebraucht wird.

Bei den Einsätzen erreichen die Helfer oftmals die Grenzen ihrer Belastbarkeit und sind selber großen Gefahren ausgesetzt. Bei der freiwilligen Arbeit erlittene Verletzungen sind keine Seltenheit, vom psychischen Druck einmal ganz zu schweigen.

Das kann auch Stadtbrandinspektor Michael Meyer bestätigen, der 1972 in die Wehr eintrat und seit 14 Jahren an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen steht. Der Leiter der Wehr hat allzu oft mitbekommen, was seine Kameraden durchmachen müssen. Da wurde die Löscheinheit Teveren zu einem Verkehrsunfall gerufen, und die Männer mussten feststellen, dass der dabei getötete Autofahrer einer ihrer Kameraden ist.

„Bei solch belastenden Einsätzen können wir jederzeit auf das PSU-Team zurückgreifen”, sagt Michael Meyer. PSU steht für Psycho-soziale Unterstützung. Im Kreis Heinsberg leitet ein Diplom-Psychologe das bei der Bewältigung und Nachsorge von belastenden Einsatzsituationen innerhalb kürzester Zeit einsetzbare Team.

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