FC Germania Bauchem lädt zum Martial Arts Day

Kampfsportler aus der ganzen Welt : Martial Arts Day in Geilenkirchen

70 Kampfkunstlehrer aus der ganzen Welt und fast 900 Teilnehmer werden im Mai nächsten Jahres in Geilenkirchen erwartet. Der Erlös der Veranstaltung, die der japanische Großmeister Tom Klein nach Geilenkirchen geholt hat, ist für guten Zweck.

Tom Klein kennt man nicht nur in Geilenkirchen als herausragenden Kampfsportler. Der Name des Trainers der Geilenkirchener Taishindokan-Akedemie ist im Budo weltweit bekannt, ganz sicher auch in Japan, wo eine Kommission aus Großmeistern den Kämpfer mit 45-jähriger Kampferfahrung und Träger des 10. Dan im Tai Jutsu zum Großmeister und vor mehr als zweieinhalb Jahren sogar zum Hanshi ernannt hat.

Hanshi  bedeutet so viel wie Hohe Exzellenz und ist eine der höchsten Auszeichnungen im Budo. Nur Menschen, die einen zehnten Dan haben, werden so ausgezeichnet. Äußeres Zeichen ist der rote Gürtel mit weißer Einfassung und eingesticktem Namen und Titel. Damit haben die japanischen Großmeister deutlich gemacht, dass der Geilenkirchener Polizeibeamte außergewöhnlich in seiner Technik, in seinem Wissen und in seinem Charakter ist.

Der Kampfkunsttrainer ist in fast allen Kampfkunstarten zu Hause, ob im Taekwondo, Kick-Boxen oder Jiujitsu. Er kämpft mit Händen und Füßen ebenso wie mit traditionellen japanischen Waffen, mit Schwert, Lang- und Kurzstock. Tom Klein ist Bundestrainer und Internationaler Kampfkunst-Verbandspräsident, und er leitet die Taishindokan-Budo-Sportabteilung des FC Germania Bauchem.  Tom Klein trainiert täglich, nennt viele Sportstätten sein Zuhause.

Jetzt holt er gemeinsam mit Markus Diederen, Geschäftsführer des 740 Mitglieder starken FC Germania Bauchem,  ein international bekanntes Kampfkunst-Event nach  Geilenkirchen. Seit mehr als zehn Jahren findet der Martial Arts Day in verschiedenen großen Städten Deutschlands statt. Am 16. Mai 2020 sollen 60 bis 70 Kampfkunstlehrer aus der ganzen Welt in der Sporthalle des Berufskollegs Interessierten ihre Kampfkunstart näherbringen.

Tom Klein und Markus Diederen rechnen an diesem Tag mit 600 bis 900 Teilnehmern. „Als zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbandes habe ich festgestellt, dass der Stellenwert des Sports in dieser Stadt von den Vereinen als bescheiden angesehen wird“, sagt Tom Klein, der das gerne ändern möchte.  Im Verband hat er auf die günstige zentrale Lage Geilenkirchens inmitten von Europa als idealer Veranstaltungsort hingewiesen. Davon konnte er Bernd Höhle, Präsident der Martial Arts Association,  schließlich überzeugen.

Am Samstag, 16. Mai, werden alle teilnehmenden hochgradigen Kampfkunst-Sportler ihre Stationen in der Sporthalle aufbauen. Interessierte Teilnehmer können sich dann nach vorheriger Anmeldung den ganzen Tag über an den einzelnen Stationen über die Kampfstile der Sportler informieren und auch mit ihnen trainieren.

Alle Stationen stehen offen

Alle Stationen stehen ihnen den ganzen Tag lang offen. Veranstalter, Organisatoren und auch die Referenten sind ehrenamtlich im Einsatz. Der gesamte Erlös der Veranstaltung  inclusive Eintrittsgelder wird an das Kinderhilfswerk und an den Kinderschutzbund gespendet. „Zum ersten Mal wird dieser Martial Arts Day unter ein Motto gestellt“, sagt Klein. Unter der Überschrift „Inklusion braucht Aktion im Sport“ sind alle aufgefordert, Menschen mit Behinderung zu integrieren. Bundesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel wird bei der Gelegenheit sein Konzept vorstellen. „Und wir versuchen, ins Guinessbuch der Rekorde zu gelangen. Wir werden alle vereint Liegestützen machen und hoffen, einen Weltrekord aufzustellen“, erklärt Klein.

Nach diesem sportlichen Großereignis ist ein Galaabend geplant, an dem rund 250 Teilnehmer und Referenten teilnehmen können. Kampfsportvorführungen, Buffet und Ehrungen stehen auf dem Programm. Dass das zweite Motto des Tages „Kampfsportler mit Herz“ für Hanshi Tom Klein auch ansonsten zählt, hat er jüngst bewiesen. Bei einem Trainingsnachmittag am Strand von Vrouenpolder in der niederländischen Provinz Zeeland hat er auf sein Honorar verzichtet, um freiwillige Spenden gebeten und an den Kinderschutzbund Erkelenz überwiesen. Auch künftig will er weitere Spenden sammeln.

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