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Sperrgebiet verhängt: Faulbrut in Bienenbestand entdeckt

Sperrgebiet verhängt : Faulbrut in Bienenbestand entdeckt

Der höchst ansteckende Erreger wurde in Geilenkirchen nachgewiesen. Sperrgebiet von einem Kilometer verhängt. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Auch der Honig kann gegessen werden.

Der Erreger der „Amerikanischen Faulbrut“ wurde in einem Bienenbestand der im Stadtgebiet Geilenkirchen nachgewiesen. Die Krankheit, auch als „bösartige Faulbrut“ bezeichnet, ist eine Erkrankung der Bienenbrut. Wie der Kreis Heinsberg informiert, ist sie höchst ansteckend und wird durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae larvae hervorgerufen.

Bei erkrankten Völkern kommt es zum Absterben der Bienenbrut, während die Bienen selber nicht erkranken. Dadurch wird das betroffene Bienenvolk allerdings derart dezimiert, dass es nicht mehr stark genug ist, um zu überwintern. Der Honig, auch von erkrankten Bienenvölkern, kann allerdings vom Menschen bedenkenlos verzehrt werden.

Weil die Seuche für Bienen als sehr ansteckend gilt, ist eine Bekämpfung der Ausbreitung der Seuche dringend geboten. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hat den betroffenen Bienenbestand daher gesperrt und weitere Untersuchungen angeordnet. Darüber hinaus wurde vorsorglich ein Gebiet mit einem Radius von rund einem Kilometer um das betroffene Bienenvolk als „Gefährdetes Gebiet“ ausgewiesen und angeordnet, dass darin alle Bienenvölker amtlich auf den Erreger der „Amerikanischen Faulbrut“ untersucht werden.

Auch im Aachener Stadtteil Haaren wurde die Tierseuche nachgewiesen und ebenfalls ein Speerbezierk eingerichtet.

Ausbreitung verhindern

Eine Karte des „Gefährdeten Gebietes“ ist auf der Homepage des Kreises Heinsberg eingestellt. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bittet das Veterinäramt, als vorbeugende Maßnahme den Austausch von Bienen, Bienenvölkern und sämtlichem Imkereizubehör auf das absolut notwendigste Maß zu beschränken und die allgemeinen Vorbeugemaßnahmen zu beachten.

Da die Gefahr der Verbreitung der Bienenseuche auch von leerstehenden Bienenwohnungen ausgeht, bittet das Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamt weiterhin darum, leerstehende Bienenwohnungen unter der Telefonnummer 02452/133914 zu melden.

(red/mcz)