Geilenkirchen: Fast alles zum Osterhasen

Geilenkirchen: Fast alles zum Osterhasen

„Osterhase bringt Bagger!” Alessio strahlt. Und das Leuchten in den Augen des Zweijährigen hindert jeden noch so strengen Realisten daran, seine Belehrung zu beginnen.

Ob es den Osterhasen gibt oder nicht, werden alle Altersklassen gleichermaßen einstimmig beantworten - die Erwachsenen mit einem Nein, die (jüngeren) Kinder mit Ja.

Doch woher kommt der Osterhase? Wie lange glauben Kinder daran? Und wie vereinbaren Eltern es, ihren Kindern von dieser fiktiven Figur zu erzählen, wo es zu Ostern doch um die Auferstehung Jesu Christi geht?

Der genaue Ursprung von Osterhase und Osterei ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Doch eine erste Erwähnung des Osterhasen findet sich in der medizinischen Abhandlung des Professors Georg Franck von Frankenau, die gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstand. Auch wenn es dort mehr um die negativen Folgen des übermäßigen Eierverzehrs ging, so ist bereits eine ausgeprägte Kultivierung der Oster-Traditionen vermerkt.

Auch wird nicht an der Existenz des eierlegendes Tieres gezweifelt. Bekannt ist jedoch, dass das Ei seit jeher als Symbol für die Auferstehung fungiert. In den vergangenen Jahrhunderten verband sich sogar ein regelrechter Aberglaube mit den ovalen Objekten. Ob sie nun Liebende zusammenbringen oder Häuser vor Ungeziefer schützen sollten - die Rituale finden sich in mannigfacher Ausführungen.

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