Geilenkirchen-Prummern: Explosion in Scheune: Über 100.000 Euro Schaden

Geilenkirchen-Prummern: Explosion in Scheune: Über 100.000 Euro Schaden

Es ist wie verhext für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen in diesem Jahr. Die Anzahl der Brände hat in den ersten vier Monaten von 2013 gegenüber dem vergangenen Jahr „explosionsartig“ zugenommen. Eine bisher nicht definierbare Explosion war am Mittwochnachmittag Auslöser für den Brand einer Scheune in Prummern.

Dort, wo jedes Jahr die große Halle für die Vogelschuss-Festivitäten der St.-Johannes-Schützenbruderschaft genutzt wird, fiel der Großteil der Räumlichkeiten den Flammen zum Opfer.

Heinz-Hubert Schröder betreibt auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen Viehwirtschaft, und er stellt seit vielen Jahren die Scheune für die beliebten Veranstaltung zur Verfügung. Am Mittwoch arbeitete er zusammen mit seinem Sohn in der Halle, als gegen 15.45 Uhr plötzlich ein Knall aus Richtung Photovoltaikanlage die beiden aufschreckte. Als sie nach oben schauten, brannte auch schon ein Teil des dort gelagerten Strohs.

Bevor die ersten Feuerwehren eintrafen, konnte die Familie des Landwirts noch zwei Anhänger in Sicherheit bringen. Schnell war die Löscheinheit Prummern vor Ort und begann mit den Löscharbeiten. Die alarmierten Einheiten Waurichen, Würm, Beeck, Nirm und Geilenkirchen trafen kurz darauf ebenfalls an der Brandstelle ein. Zwischenzeitlich waren große Teile der Dachkonstruktion ein Raub der Flammen geworden.

Mit mehreren C-Rohren gingen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor, die teilweise meterhoch aus dem Stroh schlugen. Ein Problem ergab sich aufgrund der in einem durch eine Betonmauer getrennten Nachbarbereich untergebrachten rund 50 Kälber und Rinder. Diesen Hallenteil kühlten die Feuerwehrleute mit Wasser, das auf die Rinder niederprasselte. So gelang es, alle Tiere zu retten und das war ein wichtiges Ziel der Löscharbeiten.

Zahlreiche Gerätschaften in der Scheune fielen aber den Flammen zum Opfer. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf über 100.000 Euro. Das Feuer war zwar nach einer Stunde unter Kontrolle, aber die Löscharbeiten dauerten am Abend noch an.

(g.s.)
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