Evangelische Kirche Geilenkirchen investiert 2,4 Millionen Euro

Evangelisches Gemeindehaus wird umgebaut : Familien-, Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach

Mehr als 2,4 Millionen Euro will die Evangelische Kirche Geilenkirchen in den Um- und Ausbau ihres Gemeindehauses an der Konrad-Adenauer-Straße investieren. Hier soll besonders die Jugendarbeit weiter ausgebaut werden.

Geilenkirchen „Es ist bekannt, dass im Zille gute Arbeit geleistet wird. Das Zille ist ein Glücksfall für Geilenkirchen und die Jugend in Geilenkirchen“, stellte Stefan Mesaros (Für GK!), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend fest. Dem konnten die Mitglieder des Ausschusses nur zustimmen.

Vorausgegangen war ein Vortrag von Sibilla Maria Gärtner, Leiterin des Jugendzentrums an der Konrad-Adenauer-Straße, und einigen Teamern, die die Kinder und Jugendlichen im Zille betreuen. Sie stellten gemeinsam mit dem Architekten Reiner Wirtz Um- und Ausbaupläne für das Gemeindehaus vor. Dieses soll ab September in verschiedenen Abschnitten bis zum Jahr 2022 aus- und umgebaut werden. Die Investitionen liegen zwischen 2,4 und 2,9 Millionen Euro.

Das von der evangelischen Kirchengemeinde betriebene Jugendzentrum ist ein wichtiger Kooperationspartner des städtischen Jugendamtes. Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Zille ist, hatte zuvor Michael Goebbels, Leiter der Sozialen Dienste im Jugend- und Sozialamt, beschrieben, als es um ambulante Hilfen zur Erziehung ging. Hier gehen die Mitarbeiter der Sozialen Dienste neue Wege: Es sollen weniger freie Träger mit sozialpädagogischer Familienhilfe beauftragt werden. Vielmehr arbeiten die Fachkräfte des Jugendamtes drei Monate lang eng mit den betroffenen Familien zusammen und suchen bei Bedarf die optimale Anbindung an andere Hilfsangebote wie Erziehungsberatungsstelle, Suchtkrankenberatung oder die Jugendarbeit im Zille. Gemeinsam mit freien Trägern will das Jugendamt Konzepte für neue pädagogische Gruppenangebote entwickeln, die dann im Zille stattfinden werden.

„Die Evangelische Kirche hat die Notwendigkeit der Jugendarbeit erkannt. Die Modernisierung des Gemeindehauses ist eine Reaktion auf den hohen Bedarf“, erklärte im Ausschuss der 19-jährige Dennis Lemmens, der sich seit sieben Jahren im Zille ehrenamtlich engagiert. Derzeit sei, so erklärte er, das Zille aufgrund der Treppen, über die man die Gruppenräume erreicht, nicht leicht begehbar. „Aber Inklusion ist auch ein Anliegen der Kirche“, sagte er. Die Treppenanlage soll im Rahmen des Umbaus beseitigt werden, außerdem ist ein Aufzug für das Gebäude geplant. „Die Bildungsangebote wollen wir ergänzen, auch mit Hilfe anderer Anbieter. In den neuen Räumen wird mehr Kooperation möglich. Von den Jugendlichen sollen mehr Themen angestoßen, weiterentwickelt und verwirklicht werden“, führte Lemmens weiter aus. Das Zille solle künftig ein Ort für Beratung, Bildung und Freizeit sein. Auch Architekt Reiner Wirtz betonte, dass durch den Umbau Familien-, Kinder- und Jugendarbeit verzahnt und verbessert werden sollen.