Europa-Union Geilenkirchen besucht Irland

Studienreise : Europa-Union Geilenkirchen besucht das grüne Irland

Überblick zu den politischen Beziehungen vermittelt: Studienreise startet mit einem Besuch bei der deutschen Botschafterin in Dublin.

Getreu dem Motto Wilhelm Buschs „Oh Mensch, sei weise, pack‘ die Koffer und verreise“ machten sich zwei  Dutzend Mitglieder und Freunde der Europa-Union Geilenkirchen auf den Weg zu einer zehntägigen Rundreise durch die Republik Irland. Irland, mit 70.000 Quadratkilometern etwa so groß wie Bayern und mit knapp fünf Millionen Einwohnern eines der kleineren EU-Mitgliedsländer, ist seit 1973 Mitglied der Europäischen Union und gilt inzwischen als ein Vorzeigeland europäischer Förderung.

In Erinnerung an Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“ aus dem Jahr 1957 und angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Situation bei Eintritt in die damalige Europäische Gemeinschaft, galt Irland lange Zeit als das „Armenhaus Europas“, erwarb sich dann aber in wenigen Jahrzehnten den Ruf des „Keltischen Tigers“. Dass es der Republik Irland gelungen ist, Geschichte und Tradition mit moderner Entwicklung in Technologie und Baustil zu vereinen, davon konnten sich die Geilenkirchener Europafreunde auf ihrer erlebnisreichen Entdeckungstour vor Ort überzeugen.

Die Studienreise begann, begleitet von einer kenntnisreichen und charmanten Deutsch-Nordirin, mit einem „Antrittsbesuch“ bei der deutschen Botschafterin, Deike Potzel, in Dublin. Sie bereitete in ihrer idyllisch gelegenen Residenz den deutschen Gästen einen herzlichen Empfang und gab einen Überblick über die deutsch-irischen Beziehungen.

Nach diesem eindrucksvollen Auftakt zog die „grüne Insel“ an den folgenden Tagen die Europafreunde mit ihrer landschaftlichen Vielfalt und mit ihren kulturell-historischen Einmaligkeiten in ihren Bann. Da ist zum einen die Landschaft zu nennen, die in zwanzig- oder dreißigfachen Variationen der Farbe Grün erscheint. Da versetzen zum anderen die zahlreichen Burgruinen, prachtvollen Schlösser und Landhäuser, die alten Kirchen und Klöster den Besucher in Staunen. Freunde prähistorischer Denkmäler, Steinkreise und Megalithgräber kommen hier auf ihre Kosten. Wo sonst in Europa finden Besucher eine solche Ansammlung historischer Befunde aus keltischer und frühmittelalterlicher Zeit?

Vielfältige Spuren adliger Epochen fanden die deutschen Besucher auch außerhalb Dublins zu Genüge. Hier sei Powerscourt Haus und Gärten in den südlich von Dublin gelegenen Wicklow Mountains genannt.

Als lebendige Handels- und Industriemetropole präsentierte sich Irlands drittgrößte Stadt Galway, im Einzugsbereich des warmen Golfstroms gelegen. Galway vermittelt den Eindruck einer lebendigen City mit farbenfrohen Hausfassaden, schmucken Schaufenstern und einer großen Zahl einladender Pubs und Restaurants.

Sehr beeindruckt zeigten sich die Europafreunde von den Klippen von Moher, einem acht Kilometer langen Naturdenkmal, das mit einer Höhe von 120 bis 214 Meter aus dem Atlantik hervorragt. Auf den weiteren Fahrten zur Kylemore Abtei und zum Muckross House in Killarney National Park galt es, die kilometerlangen bunten Rhododendronbüsche und die mit Seen und kleinen Flüssen abwechselnde Landschaft zu bewundern.

Zum Standardprogramm eines ersten Besuches in der Republik Irland gehörte auch die Bilderbuchfestung Bunratty Castle in der Shannon-Region. Zu ihren Füßen erstreckt sich ein Freilichtmuseum, dessen vielfältige Gebäude zugleich die sozialen Abstufungen der damaligen Zeit vom Tagelöhner bis zum gebildeten Herrn demonstrieren. Besuche von Kilkenny, der vermutlich attraktivsten Stadt Irlands, und des malerischen Dorfes Adare rundeten eine Studienreise ab, die viele einmalige Eindrücke und fundierte Kenntnisse über eine Insel vermittelte und half, das eine oder andere Vorurteil über Irland und seine Bewohner abzubauen.

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