Geilenkirchen: Erster Biermarkt lockt mit über 150 Sorten viele Besucher an

Geilenkirchen : Erster Biermarkt lockt mit über 150 Sorten viele Besucher an

„Die Farbe der Liebe“ hieß das Album des unvergessenen Paul Kuhn. Der Hit dieser Langspielplatte war 1963 das Lied „Es gibt kein Bier auf Hawaii“. Der Titel hat sich im Gedächtnis der Älteren über die Jahrzehnte bis heute gehalten.

Ob es sich bei dem „Geilenkirchener Biermarkt“, der am Wochenende auf dem Marktplatz zum ersten Mal stattfand, auch einmal um solch eine Erfolgsgeschichte handeln wird, wird sich zeigen. Wenn mal ein Jubiläum gefeiert wird unter dem Motto „In diesem Jahr eröffnet Bürgermeister Georg Schmitz mit dem Fassanstich den 25. Geilenkirchener Biermarkt“, dann war es ganz sicher eine Erfolgsgeschichte.

Beim Fassanstich zum ersten Geilenkirchener Biermarkt jedenfalls ging, wie bereits am Samstag berichtet, alles glatt. Mit dem ersten Schlag auf den Zapfhahn hatte Bürgermeister Schmitz den Hahn eingeschlagen und eine Runde Freibier für alle Besucher des ersten Biermarkttages eingeläutet. Die Geilenkirchener Bürger und ihre Gäste setzten am Wochenende den Gassenhauer des legendären Paul Kuhn auf jeden Fall in die Tat um.

Auch wenn das schöne Lied nicht angestimmt wurde, wurde seiner Botschaft Folge geleistet: „Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier. — D‘rum fahr‘ ich nicht nach Hawaii, d‘rum bleib ich hier. — Es ist so heiß auf Hawaii, kein kühler Fleck. — Und nur vom Hulahula geht der Durst nicht weg“, lautet die erste Strophe des Liedes, und unzweifelhaft waren auf dem Biermarkt am Wochenende mehr Geilenkirchener zu finden als auf Hawaii.

Bis in die späten Abendstunden wurden die mehr als 150 Biersorten gekostet. Bei Live-Musik auf der NEW-Bühne machten sich die Besucher ein paar schöne Stunden. Am Samstag dann war es im Zentrum sicherlich ähnlich heiß wie auf Hawaii, bevor das Klima sich am Sonntag merklich abkühlte. Bürgermeister Schmitz war mit dem Besucherzuspruch bei der Premiere des Biermarktes sehr zufrieden.

Die Händler seien auch zufrieden, meinte Schmitz. Man werde den Biermarkt auf jeden Fall in den kommenden Jahren wieder in das Veranstaltungsprogramm aufnehmen. Es sei ein Glücksfall gewesen, so der Bürgermeister, dass Veranstalter Gerhard Suhr, nachdem er den Biermarkt jahrelang in Hückelhoven veranstaltet hatte, nun mit den für diesen Termin zusammengetrommelten Händlern nach Geilenkirchen kommen konnte.

Die Eventagentur Gerhard Suhr aus Düren hatte Händler mitgebracht, die den durstigen Kehlen der Besucher spanische, italienische, polnische, kroatische, belgische, holländische und südamerikanische Biersorten und natürlich auch Gerstensaft aus der Bierhauptstadt München anboten. Neben Fass- und Flaschenbieren gab es eine Cocktailbar und Imbissstände. Einen exotischen Biergenuss bot der Münchener Stand an. Laut Auskunft der Bedienung wurde das Weizenbier mit Banane durchaus nachgefragt. Dieses sei schon einige Jahre im Angebot und müsste, damit es schmeckt, mit einem guten Bananennektar gemixt werden, war zu erfahren.

Detlef Kerseboom vom Kulturamt der Stadt Geilenkirchen hatte für sein Engagement im Vorfeld des Events vom Veranstalter den Bierpass verliehen bekommen, der zum Testen aller Biersorten berechtigte. Ob er diese Chance auch in vollem Umfang nutzte, konnte nicht recherchiert werden. Sollte er heute Morgen mit einem Kater im Büro auftauchen, sollten seine Kollegen vor dem beschriebenen Hintergrund Milde walten lassen.

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