Erste Hilfe Seminar im Geilenkirchen nimmt Angst

Schnelles, sicheres Handeln : Ersthelfer-Seminar nimmt Teilnehmern die Angst

Besser etwas falsch als gar nichts machen: Beecker Bürger wollten zukünftig noch besser helfen können und proben den Einsatz mit dem „Automatisierten Externen Defibrillator“.

Im April dieses Jahres schafften die Vereinigten Ortsvereine Beeck für die Beecker Vereinsstätte einen „Automatisierten Externen Defibrillator“ (AED) an. Dieses Gerät ermöglicht es auch Laien, das Herz eines leblosen Menschen über einen Elektroschock wieder zu reaktivieren. Um den Mitbewohnern den Umgang mit diesem prinzipiell selbsterklärenden Gerät näher zu bringen, aber auch um allgemein die Kenntnisse der „Ersten Hilfe“ aufzufrischen, veranstalteten die Vereinigten Ortsvereine jüngst unter dem Motto „Unser Dorf soll Ersthelfer werden“ ein Erste Hilfe Seminar in der Vereinsstätte.

25 Personen aus Beeck und Umgebung nahmen an dieser Schulung teil, die von Dirk Fiegen von „Fiegen Notfallmedizin“  durchgeführt wurde. Der Seminarleiter nahm den Teilnehmern dabei die Angst, bei den Erste Hilfe Maßnahmen nicht alles richtig zu machen. So sei es im Notfall bedeutend besser, etwas nicht ganz perfekt als gar nicht zu machen. Ob nun ein Druckverband, der trotz nichtvorhandener steriler Wundauflage mit einer Socke einen Verletzten vor dem Verbluten bewahrt oder eine stabile Seitenlage, die zwar nicht wie vor 20 Jahren gelernt ausfällt, trotzdem dafür sorgt, dass eine bewusstlose Person nicht an Erbrochenem ersticken kann.

Der Beecker Defibrillator befindet sich übrigens in einer Wandhalterung im Eingangsbereich der Vereinsstätte Beeck. Er ist dort nicht nur bei Veranstaltungen der Ortsvereine für alle leicht zugänglich, sondern kann auch von den Sportvereinen und Tanzgruppen eingesetzt werden. Außerdem werden in Kürze Hauswurfsendungen in Beeck verteilt, in denen die Telefonnummern der nächstliegenden Anwohner aufgelistet sind, die Zugang zur Vereinsstätte besitzen. Diese Mitbürger können das AED bei einem Notfall im Ort umgehend zum Ersthelfer bringen.

(red)
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