Übach-Palenberg: Einen „prägnanteren” Namen für das Wurmtal finden

Übach-Palenberg: Einen „prägnanteren” Namen für das Wurmtal finden

Im Glanze des eigens aufgestellten Weihnachtsbaumes war es der einzige Punkt, der von den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses im Großen Sitzungssaal des Rathauses diskutiert wurde: der mögliche neue Name für das Naherholungsgebiet Wurmtal.

Nun wird ein „Namenswettbewerb” ausgelobt, um eventuell einen neuen Namen zu finden. Die Freizeiteinrichtungen im Naherholungsgebiet Wurmtal sind inzwischen seit mehr als 20 Jahren „am Netz”. Vor allem durch die „Euregionale 2008” hat sich dort viel getan, daher sollen, so die Sitzungsvorlage, Bekanntheit, Attraktivität und Besucherzahlen durch einen modernen Namen noch gesteigert werden.

Eine modernere Namensgebung, hervorgehend aus einem Wettbewerb, könne hierzu wesentlich beitragen, so die Verwaltung. Dazu sollen alle Bürger, insbesondere aber auch Schulen in den Wettbewerb eingebunden werden.

Ganz neu ist die Idee nicht. Schon beim „Ü-Bad” wurde der Name per Wettbewerb gefunden, das Logo durch eine Klasse einer Aachener Designschule entwickelt.

Und am 7. November 2006, wie Ausschussmitglied Heiner Weißborn (SPD) ergänzte, war der neue Name schon mal Thema im Haupt- und Finanzausschuss. Damals regte der heutige CDU-Vertreter Jörg Ulrich die Änderung in „Carolus-Magnus-Park” an. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig: 15 Nein-Stimmen, keine Ja-Stimme, keine Enthaltung. Selbst CDU, UWG und FDP, die heutigen Mehrheitskoalitionäre, haben damals dagegen gestimmt, schloss Weißborn. „Also an meiner Auffassung hat sich auch drei Jahre danach nichts geändert”, fand er weiter.

„Lasst uns mal probieren”

Darüber hinaus fand er es unsinnig, Dinge zu ändern, die sich eingeprägt hätten, und verschwieg auch nicht, dass eine Änderung mit Kosten einhergehe.

„Lassen Sie uns doch mal machen, warum sollten wir es nicht probieren?”, setzte CDU-Fraktionschef Gerhard Gudduschat dagegen. Damit schwamm er auf einer Welle mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. „Um dem Naherholungsgebiet Wurmtal eine weitere Attraktivität im Marketingbereich zukommen zu lassen”, begründete der Erste Bürger das Vorhaben, „soll meines Erachtens der Kunstnamen durch einen prägnanteren Namen mehr Bedeutung bekommen”. Er sagte auch, dass die weiteren Planungen dafür im Stadtmarketing-Ausschuss, dessen Vorsitzender Heiner Weißborn ist, stattfinden sollen.

„Bevölkerung einbinden”

„Wir sollten doch die Bevölkerung einbinden”, schloss sich auch UWG-Chefin Corinna Weinhold an. Gleichzeitig machte sie aber auch deutlich, wenn die Mehrzahl der Bürger lieber den alten Namen beibehalten wolle, sei dies auch „in Ordnung”.

Keine Notwendigkeit zu einem Namenswechsel sah auch Rainer Rißmayer (Bündnis 90/Die Grünen).

„Der Pächter wirkt mit dem Namen Naherholungsgebiet Wurmtal, hat sogar ein eigenes Logo entworfen”, schloss er.

Dennoch entschied der Ausschuss mit acht zu sechs Stimmen für den Namenswettbewerb.