Geilenkirchen: Ein Kühlschrank zum Spazieren

Geilenkirchen: Ein Kühlschrank zum Spazieren

Kinderstimmen klingen durch die Eingangshalle des Franziskusheims, neugierig schauen Jungen und Mädchen um die Ecke. Da kommt er ja schon, der, auf den sie warten, sie haben ihn gleich an seiner Berufskleidung erkannt: Es ist Küchenchef Frank Niggemann.

Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Gerda von Helden und Delia Modolo haben sich elf Kinder der „Schlaraffenland-Gruppe” aus der Kindertagesstätte St. Mariä Namen in Gillrath auf den Weg nach Geilenkirchen gemacht.

Sie wollen sehen, wo ihr Mittagessen herkommt. Denn die Großküche der Franziskusheim-Gesellschaft liefert nicht nur an ihre Adresse und über den „Fahrbaren Mittagstisch” an Senioren in ganz Geilenkirchen Mahlzeiten, sie versorgt auch mehrere Schulen und Kindergärten mit warmem Essen.

Insgesamt 550 Portionen werden hier täglich frisch gekocht. „Und was macht man als Erstes, wenn es ans Kochen geht?”, möchte der Küchenchef nun von seinen kleinen Gästen wissen. „Händewaschen!”, tönt es ihm entgegen. Das ist natürlich richtig, doch vorher bekommen alle Kinder noch eine richtige Kochmütze über den Kopf.

In der Großküche selbst kommen sie aus dem Staunen nicht heraus. „Zwar gibt es hier alles, was man an Material auch bei euch zu Hause in der Küche findet - nur ist das viel, viel größer.” Dazu gehören Kochtöpfe, in denen einer der etwa Vierjährigen locker Platz finden würde, riesige Schneebesen, Siebe und Kochlöffel, eine Putzmaschine sowie auch ein Kühlschrank, in den man glatt hinein marschieren kann.

Frank Niggemann macht es ganz offensichtlich großen Spaß, den Kindern das alles zu zeigen und die Verwendung zu erläutern. Und in der Zwischenzeit hat Koch Andr Petz schon die große Pfanne vorgeheizt, bringt den vorbereiteten Pfannkuchenteig. Mit Feuereifer sind die Kinder dabei und helfen beim Pfannkuchenbacken. Die fertigen Appetithappen werden sogleich in einer gemütlichen Runde bei einer Tasse Kakao probiert. „Lecker”, lautet der Kommentar der Kleinen.

Dank eines solchen Kompliments, natürlich gern gehört, braucht sich die Großküche vermutlich keine Sorgen um den Berufsnachwuchs zu machen. Frank Niggemann zwinkert fröhlich zurück, als gleich mehrere Kinder zum Abschied versichern: „Wenn ich mal groß bin, komm ich bei Dir hier in der Küche arbeiten - das ist toll!”

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