Geilenkirchen: Dienst-Abschied für Obergerichtsvollzieher Walter Trowartz

Geilenkirchen: Dienst-Abschied für Obergerichtsvollzieher Walter Trowartz

Obergerichtsvollzieher Walter Trowartz aus Frelenberg war 49 Jahre und drei Monate im Auftrag der Justiz unterwegs. Offiziell zum 1. Juli ist er nun in den Ruhestand getreten.

Am Montag verabschiedeten sich seine Weggefährten von dem 63-Jährigen mit den besten Glückwünschen. Die Direktorin des Amtsgerichts Geilenkirchen, Corinna Waßmuth, blickte anlässlich einer Feierstunde auf den Werdegang des Obergerichtsvollziehers (OGV).

„Ihre Arbeiten wurden schon damals mit ,gut‘ bewertet“, hatte sie recherchiert. Walter Trowartz sei stets ein zuverlässiger wie auch ausgeglichener Kollege gewesen. Am letzten Arbeitstag überreichte die Direktorin dem scheidenden Justizbeamten einen üppigen Blumenstrauß.

Im Namen der Gerichtsvollzieherkollegen wies OGV Peter Welter auf das Jahr 1977 hin, als beide gemeinsam die Ausbildung begonnen hatten. In Monschau wohnten beide währenddessen in einem Zimmer. Peter Welter erinnerte sich an Kegeltouren und Freizeitvergnügen, die er und Kollege Trowartz durchgestanden hätten und wünschte mit einem Geschenk alles Gute für den Ruhestand. Viele Gäste überbrachten dem Obergerichtsvollzieher, dem „Mann mit dem Kuckuck“, gute Wünsche für die Zukunft, darunter auch der ehemalige Geilenkirchener Amtsgerichtsdirektor Anselm Pütz.

Am 1. April 1965 startete Walter Trowartz seine Ausbildung als Kanzleilehrling beim Amtsgericht Aachen, wo er nach der Ausbildung als Angestellter weiterbeschäftigt wurde. 1969 folgte die Qualifikation für den Mittleren Dienst und später die zum Gerichtsvollzieher.

Die Wege führten den in Frelenberg mit seiner Ehefrau wohnenden Vater von zwei Kindern über die Amts- und Landgerichte Stolberg, Eschweiler und Köln 1996 zum Amtsgericht Geilenkirchen. In dessen Auftrag schaute er bis zum 30. Juni säumigen Zahlern auf die Finger.

(g.s.)