Gangelt-Breberen: Der SV Breberen will ein Zeichen setzen

Gangelt-Breberen : Der SV Breberen will ein Zeichen setzen

Als Kurt Rademacher vor rund zehn Jahren das Traineramt beim SV Breberen übernahm, war er selbst als junger Wilder hellauf begeistert vom Club mit seinem gesamten Umfeld. Der SVB galt im Fußballkreis als eingeschworene Gemeinschaft, der jugendliche Elan stand schon zu Bezirksligazeiten des Clubs für den Erfolg.

Für Rademacher passte es an allen Ecken und Kanten, er konnte in Ruhe die Früchte erfolgreicher Jugendarbeit ernten.

Der Oberbrucher übernahm den Club nach der Saison 2008/09, da musste der SVB den bitteren Gang aus der Kreisliga A zur B-Liga antreten. Rang neun im ersten Jahr, vier im zweiten, drei im dritten und dann der Aufstieg in der Saison 2012/13. Und stetig schloss der SVB die Saison mit einem einstelligen Tabellenplatz ab, in der abgelaufenen Saison war es Rang elf.

Wobei der SVB es spannend machte, die Abstiegsränge waren am Ende nur einen Zähler entfernt. Viele dachten, der Trainer stünde auf der Abschussliste. Jedoch weit gefehlt. Zwar hinterfragte sich Rademacher selbst, ob da im neuntem Jahr noch genügend Feuer vorhanden ist. Zusammen mit dem Vorstand und auch der Mannschaft wurde die sportliche Talfahrt besprochen, und es gab nur eine Antwort: „Gemeinsam schaffen wir es!“

Viele Verletzungen

„Hier wird Fußball gelebt“, so Kurt Rademacher, der Verein sei sehr gut geführt und die Mannschaft gut.

Nun lag noch das Verletzungspech wie eine Wolke über dem SVB, es kam knüppeldick. Dank einer guten Hinrunde wurde der Klassenerhalt aber geschafft — ginge es nur nach der Rückrunde, würde der SVB in der B-Liga spielen. Und irgendwie lag auch ein Fluch auf den Heimspielen, nur fünf von 15 Spielen konnten mit einem Dreier beendet werden.

„Wir gehen nun ausgerechnet in meinem Jubiläumsjahr in eine schwierige Saison“, sieht Rademacher sich selbst gefordert. Die Konstanz in den Heimspielen soll deutlich verbessert werden.

Rademacher hofft nun auf neuen Schub und ist zuversichtlich. Zumal mit Franz Hermanns Verstärkung für das Trainerteam gewonnen werden konnte: „Franz ist ein Fußballer durch und durch und hat seine Hilfe angeboten. Ich musste nicht lange überlegen.“

Das Team bleibt zusammen, wird durch vier A-Jugendliche verstärkt, die sorgsam herangeführt werden wollen. Chris Mengeler möchte kürzer treten, Tobias Vraetz ist beruflich stark gefordert und kann nicht immer trainieren — diese Baustellen müssen bewältigt werden. Der Kader ist gut gemischt und auch gut aufgestellt — für die kommende Saison möchte man die Verletzungskiste in den Abstellraum stellen.

Martin Vogt kehrt nach langer Verletzungspause wieder zurück wie auch Jahn Melchers, hier sieht Rademacher schon weitere Stabilität im Kader. „Unser Ziel ist schnellstens die Punkte für den Klassenerhalt zu sichern“, sieht der Coach genügend Potenzial im Kader. Das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung wird auf die Trainingseinheiten gelegt, ferner hofft man im Pokalwettbewerb auf einige Runden.