Geilenkirchen: Demenzkranke Menschen besser betreut

Geilenkirchen: Demenzkranke Menschen besser betreut

„Die Arbeit macht richtig Spaß. Die Menschen sind dankbar und freuen sich über die Zeit, die man mit ihnen verbringt”, sagt Jeannine Jastrob. Sie gibt aber auch zu, dass es schwierige Situationen in ihrem beruflichen Alltag gibt.

„Wenn zum Beispiel ein Mensch im Sterben liegt, ist es nicht ganz einfach. Und dabei spürt man auch, dass der Sterbende erleichtert ist, dass jemand bei ihm ist.”

Ihre Kollegin Melanie Hafers-Weinberg stimmt dem zu, weiß aber auch, „dass man in dieser Situation nicht alleine ist, sondern im Haus immer einen Ansprechpartner hat”.

Jeannine Jastrob und Melanie Hafers-Weinberg sind zwei von sieben Frauen, die demenzkranke Bewohner im Franziskusheim und in Burg Trips betreuen.

„Mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes zum 1. Juli 2008 wurde die gesetzliche Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Beschäftigte zur Betreuung demenzkranker Bewohner einzustellen”, erklärt Alfons Nickels, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH Geilenkirchen. Sichtlich stolz fügt er hinzu: „Die Franziskusheim gGmbH hat als eine der ersten Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen bereits ab dem erstmöglichen Tag, am 1. Dezember 2008, zusätzliche Betreuungskräfte eingestellt und die Erlaubnis erhalten, die eigenen Betreuungskräfte entsprechend der gesetzlichen Vorgaben auszubilden.”

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz legt fest, dass Altenheime pro 25 Bewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz eine Betreuungskraft zusätzlich einstellen können. „Als erste Einrichtung im Kreis Heinsberg haben wir am 1. Dezember 2008 die Verträge mit den Pflegekassen unterschrieben. Andere Einrichtungen sind dann gefolgt”, blickt Nickels auf die Anfänge zurück. Pro Bewohner im eingeschränkter Alltagskompetenz erhält die Franziskusheim gGmbH 100 Euro zusätzlich im Monat.

Besonders freut sich Nickels, dass die Franziskusheim gGmbH „aufgrund der Fachkompetenz der Mitarbeiter und der Konzeption im Auftrag des Diözesan-Caritas-Verbandes Aachen selbst ausbilden darf”.

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