Geilenkirchen-Lindern: Das zweite Jahr in der Bezirksliga: „Heiße Saison“ für Würm-Lindern

Geilenkirchen-Lindern : Das zweite Jahr in der Bezirksliga: „Heiße Saison“ für Würm-Lindern

Der Bezirksligist will das zweite Jahr unbeschadet überstehen und sich in der Liga etablieren. Trainer Josef Lambertz ist zuversichtlich, sieht aber Probleme im Angriff: Mit Thomas Schmidt geht der Torjäger (13 Treffer). Guter Rat ist teuer.

Auf der Sportplatzanlage in Lindern bat Hermann-Josef „Jo“ Lambertz zum Auftakttrainung des Bezirksligisten SG Union Würm-Lindern. Die erste Saison in der neuen Liga (Bezirksliga) war nicht schlecht gewesen. „Teil eins mit der Hinrunde war gut, aber man muss ehrlich sein, Teil zwei mit der Rückrunde war nicht gut“, so Jo Lambertz, der in sein viertes Jahr als Chefcoach bei der SG geht. Es macht ihm aber weiterhin Spaß.

Er sieht den Verein generell sehr gut aufgestellt. Hätte allerdings nur die Rückrunde gezählt, wäre die SG abgestiegen. Verletzungspech, dumme Platzverweise und das Wegbrechen der erfahrensten Spieler konnte die Mannschaft eben nicht so einfach wegstecken.

Dies war die eine Baustelle. Eine neue hat der Coach gleich zu Beginn der Saison vor der Brust. Jo Lambertz sieht Probleme im Sturm. Da ist derzeit guter Rat teuer. Mit Thomas Schmidt geht der Torjäger (13 Treffer). Schmidt möchte sein Glück beim Landesligisten FC Germania Teveren versuchen. Felix Klee und Serhat Cubukcuoglu (Cuba) wollen kürzer treten. „Vorne drückt der Schuh, wir haben leider keinen gelernten Stürmer dazu bekommen“, spricht Lambertz das Problem deutlich aus.

Eine andere, unverhoffte Baustelle ist allerdings schon in Bearbeitung. Der Abwehrblock steht noch nicht wirklich sicher. Viele dumme Fehler bescherten den Gegnern leichte Tore. „Das beste Beispiel ist hier das Heimspiel gegen Eischerscheid. Die Truppe war eindeutig besser und hat auch verdient gewonnen, aber die Gegentore haben wir uns im Grunde selbst reingelegt“, so der Trainer.

In der Hinrunde hatte die Abwehr noch Biss gezeigt und sich als eine der besten der Liga erwiesen. Die Elf lebte in der Rückründe von einer bärenstarken Hinrunde. Da gab es sieben Siege, fünf Remisspiele und nur drei Niederlagen. Rang Vier stimmte alle im SG-Lager mehr als zufrieden. Angst vor Zweikämpfen hatte die SG keine gehabt, 69 (Höchstmarke der Liga 87, Niedrigstmarke 44) gelbe Karten sprechen da eine gesunde harte Sprache.

Dabei sieht der Trainer Torwart und Abwehrbereich als starke Einheit. Diese soll es, ebenso wie ein gut besetztes Mittelfeld, im Grunde richten. Im Sturmzentrum hofft der Coach, dass der Knoten schon platzt. Im Training begrüßt wurden zum Auftakt der Saison folgende Neuzugänge: Jannik Schlömer (Wenau), Matthias Burbaum (SV Brachelen), A-Junior Maximilian Pietrowski. Jordi Orbons (FC Wegberg-Beeck II), und die A-Junioren Julian Herzog und Jan-Niklas Janes stoßen noch hinzu. Die A-Jugendlichen konnten bereits Ligaluft schnuppern und sich dabei empfehlen. Lambertz erhofft sich einen gesunden Konkurrenzkampf und sieht in den Neuzugängen durchaus Potenzial.

Neu ist auch Jean King im Trainerstab, der schon in Karken und Golkrath Trainererfahrung sammeln konnte und als Spieler in der Region kein Unbekannter ist. Das Trainerteam wird weiter verstärkt durch Hans Popielas und Paul Nelis — der Verein ist für die kommende Spielzeit gerüstet. Leitwolf der Mannschaft ist Pascal Thora. Er ist auf dem Platz der verlängerte Arm des Trainers.

Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison soll im Training gelegt werden sowie durch die Turnierspiele im Rurdorf-Cup, Holtby-Cup Gerderah, Stadtpokal und natürlich Pokal. Hier möchte die SG viele Runden spielen und vielleicht, wie vor Jahren, in die Mittelrheinrunde einziehen.

Unvergessen blieb nämlich der Einzug ins Viertelfinale im Jahre 2014, als die SG in Würm auf Fortuna Köln traf und sich trotz der 0:6 Niederlage achtbar aus der Affäre zog.

Das Sorgenkind bei der SG ist der dünne Kader. Der Coach hofft darauf, den Kader aus 20 Spielern noch aufstellen zu können um beim Startschuss am letzten Augustwochenende beim Aufsteiger FC Heinsberg-Lieck schon eine Erfolgsserie starten zu können.

(agsb)
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