Geilenkirchen-Gillrath: Damit die Schule auch ein Lebensort wird

Geilenkirchen-Gillrath: Damit die Schule auch ein Lebensort wird

Ein Festtag für die Kinder und Lehrer der Gemeinschaftsgrundschule in Gillrath: Mit der Fertigstellung und offiziellen Einweihung der Mensa ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der GGS gesetzt, nachdem im August 2007 der Offene Ganztagsbetrieb in die Schule Einzug gehalten hatte.

Viele Gäste wohnten der Feier bei und konnten sich von der Zweckmäßigkeit des direkt an die Schule angebauten Kantinen-Neubaus überzeugen. Auch der stellvertretende Bürgermeister Uwe Eggert, Beigeordneter Herbert Brunen, Kulturamtsleiter Gort Houben und Ortsvorsteher Franz Beemelmanns sahen sich in den freundlich-hellen Räumen um.

Neben der eigentlichen Mensa entstanden ein Spielraum, ein Ruheraum und moderne sanitäre Anlagen für die Schüler und Schülerinnen. Die 151 Jungen und Mädchen der GGS gestalteten die Einweihungsfeier mit und begeisterten die Besucher mit musikalischen Beiträgen.

In einer sich stark verändernden Lebens- und Lernsituation komme der Schule zusätzlich zu Lehrplänen die Bedeutung eines Ortes der Begegnung, der gemeinsamen Erfahrung, der sozialen Kontakte zu, sagte Schulleiter Josef Gaspers zu Beginn seiner Ansprache. Gerade im ländlichen Bereich zeige sich die große Akzeptanz der Offenen Ganztagsschule. „Dieser Forderung, Schule auch als Lebensort im Rahmen der ganzheitlichen Bildung zu realisieren, hat die Stadt Geilenkirchen Rechnung getragen”, bekräftigte Josef Gaspers. Mit dieser Mensa als Baustein der offenen Ganztagsschule ermögliche die GGS den Kindern einen Rahmen, der der ganzheitlichen Erziehung gerecht werde.

„Die Offene Ganztagsschule verlängert nicht einfach nur die Schulzeit über das Mittagessen hinaus, sondern erweitert den Horizont der Kinder durch ein facettenreiches Angebot an Spielmöglichkeiten und gemeinsamen Bastel- und Kocherlebnissen”, setzte der Schulleiter fort. Die vom Ministerium vorgeschriebenen Sportangebote hoffe man in der nächsten Zeit auch realisieren zu können.

„Aber die politische Uneinigkeit im Rat der Stadt Geilenkirchen verzögert. Oder vielleicht kippt sogar der für diese Grundschule nötige Bau der Sporthalle”, ging Josef Gaspers auf aktuelle Diskussionen um die geplante Turnhalle ein. Dies sei für ihn unverständlich, und er stellte die Frage: „Wird hier Politik auf Kosten der Gillrather Kinder gemacht, die schon seit Jahren den Anforderungen der Richtlinien nicht entsprechend Sportunterricht haben?”

Der augenblickliche Bedarf der GGS Gillrath beträgt nach den Lehrplänen 20 Sportstunden wöchentlich. Josef Gaspers gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es den Gillrathern Ratsvertretern doch noch gelinge, die Zweifler von der Notwendigkeit einer Sporthalle zu überzeugen. „Ich werde alles daran tun, dass Sie die Turnhalle bekommen”, versprach stellvertretender Bürgermeister Uwe Eggert. Die Außenorte müssten attraktiv werden. Dazu trage das Umfeld, wie auch eine Sporthalle, bei. Uwe Eggert gratulierte zur neuen Mensa: „Wenn ich in diesen tollen Raum sehe, beginnt für mich heute der Frühling.”

Kaplan Andreas Krieg oblag die Aufgabe, den Segen Gottes für das neue Schulgebäude zu erbitten. „Dies hier ist ein Ort, an dem Freundschaften entstehen sollen”, sagte der Geistliche. Zum Schluss überbrachte Arno Plum ein symbolisches Muster im Kleinformat von einem vom Förderverein gesponserten Wandbild, dass die Künstlerin Majo Peters auf einer Fläche von drei mal zwei Meter in den nächsten Tagen in der Mensa erstellen will.

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