Geilenkirchen: City-Kreisel: Kreativität der Schülerinnen mit Workshop belohnt

Geilenkirchen: City-Kreisel: Kreativität der Schülerinnen mit Workshop belohnt

Seit zwei Jahren machen sich die Stadtplaner Gedanken über die Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes in der Geilenkirchener Innenstadt. Es waren sogar Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen des Stadtgebietes aufgefordert, sich mit Ideen und Vorschlägen in die Planung des City-Kreisels einzubringen.

Vier von Schülerinnen der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, des St.-Ursula-Gymnasiums und der städtischen Realschule erarbeitete Modelle wurden bereits im Mai den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses präsentiert. Laura Adams, Anna Backhaus, Julia Lohmann und Vanessa Venierto hatten ihre Gedanken praktisch umgesetzt und in wochenlanger Kleinarbeit verschiedene Modelle zur Gestaltung des Kreisverkehrs entworfen.

Die Ausschussmitglieder waren damals sehr angetan von der Schaffenskraft der Schülerinnen und fanden die Vorschläge „ganz toll”. Zur Belohnung für ihre Mühe schenkte die Stadt Geilenkirchen den Schülerinnen jetzt einen Workshop unter Leitung der Aachener Künstlerin Barbara Gorley. Stefanie Linkens von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung organisierte den Bildhauerkurs im Auftrag der Stadt. So trafen sich die vier Mädels im Kunstraum des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula.

„Eine eigene Visitenkarte zu erstellen war die Vorgabe”, erläutert Barbara Gorley. Die Grundidee sei eine bildhauerische Gestaltung verbunden mit dem Namen der Mädchen gewesen. So ließen die jungen Damen ihrer Fantasie freien Lauf und setzten ihre Gedanken bei dem Eintagesseminar in die Tat um.

Erfahrungen als Bildhauerin

Dabei stand Barbara Gorley den Mädels mit Rat und Tat zur Seite und vermittelte ihre jahrelangen Erfahrungen im Umgang mit der Bildhauerei. Gorley studierte je fünf Jahre Kunsterziehung und Bildhauerei in Polen und praktiziert seit nunmehr neun Jahren. Ihre Tätigkeit umfasst verschiedene Projekte an Schulen, außerdem hat sich die Bildhauerin mit mehreren Ausstellungen bereits einen Namen gemacht.

In diesem Moment schaut sie Anna Backhaus über die Schulter. Die 17-Jährige aus Süsterseel bearbeitet gerade mit verschiedenen Modulier-Werkzeugen eine Gipsform. Das Gipsmodell mit einem Durchmesser von etwa 25 Zentimetern verbindet dem Namen „Anna” mit ihren Hobbys Fußball und Musik. Da ist zu einem die runde Ballform, in die sie mittig ihren Name eingeritzt und an der Seite einen Notenschlüssel modelliert hat.

Gips und Ton

Anna Backhaus hat ihr Kunstwerk ohne Vorlage in die Tat umgesetzt. „Die Idee ist bei mir im Kopf entstanden”, sagt die Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums. Die 17-Jährige greift zu Messer und Pinsel und lässt sich gar nicht aus der Ruhe bringen. Währenddessen seift Barbara Gorley die ursprüngliche Tonform ordentlich ein, damit Gips und Ton nicht zusammenwachsen.

Zehn Stunden wird es dauern, bevor das Namensschild fertiggestellt ist. „Das Modell werde ich noch bemalen und den Namen mit roter Farbe hervorheben”, sagt Anna Backhaus und macht sich, ebenso wie ihre Mitbewerberinnen, schnell wieder an die Arbeit.

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