Geilenkirchen: Bunker gefunden: Reste aus dem Ersten Weltkrieg neben St. Ursula

Geilenkirchen: Bunker gefunden: Reste aus dem Ersten Weltkrieg neben St. Ursula

Auf dem Gelände des Geilenkirchener St.-Ursula-Gymnasiums sind am Dienstag Bauarbeiter auf eine aus dem Ersten Weltkrieg stammende Bunkeranlage gestoßen. Hier, wo kürzlich noch Gartenhäuser standen, investiert das Bistum Aachen 3,3 Millionen Euro für einen Neubau mit sechs Klassenräumen.

Bei den Arbeiten stieß der Bagger auf den Eingangsbereich dieser Anlage. „Dass sich hier ein Bunker aus dem Ersten Weltkrieg befindet, ist den alten Geilenkirchenern noch bekannt“, erklärte Bürgermeister Georg Schmitz, der sich den Fundort ansah. „Ein unterirdischer Gang soll von hier aus sogar unter die Wurm führen“, wusste er weiter zu berichten.

Architekt Arthur Stefelmanns hatte vor Baubeginn Probebohrungen vornehmen lassen und keinen Hinweis auf die Bunkeranlage erhalten. Die jedoch schien auch am Dienstag keinen groß zu interessieren. Zumindest nicht die Archäologen, die die Arbeiten begleiten.

Stefelmanns und Schulleiter Jürgen Pallaske verwiesen auf den „historischen Boden“, auf dem sich das St.-Ursula-Gymnasium befindet. Wo jetzt gebaut wird, befand sich früher ein Burggraben. Solche Funde würden die Archäologen schon eher begeistern. Die jedoch blieben bis Dienstag zumindest aus. Stefelmanns geht davon aus, dass der Fund die weiteren Bauarbeiten nicht so stark beeinträchtigt. Erste Teile wurden bereits ausgebaggert.

(st)
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