Bürgerhauis Bauchem eröffnet

Bürgerhaus Bauchem : „Ein Weg entsteht dadurch, dass man ihn geht“

Sechs Jahre nach dem Brand des Hallenbades mit dem angrenzenden Vereinslokal haben die Bauchemer Ortsvereine wieder eine neue Heimat: Das Bürgerhaus Bauchem wurde jetzt offiziell

„Rund sechs Jahre nach dem Hallenbadbrand und den damit verbundenen Konsequenzen für die Ortsvereine freuen wir uns, das Bürgerhaus Bauchem offiziell eröffnen zu können.“ Mit dieser Einleitung begann Markus Diederen, Geschäftsführer der Bürgerhaus Bauchem gGmbH, seine Rede zu einem Ereignis, das trotz schwieriger Begleiterscheinungen ein glückliches Ende fand, auch wenn sicherlich noch nicht alle Wunden verheilt sind.

So zitierte der 1. Vorsitzende des Fördervereins der Ortsvereine Bauchem, Manfred Schumacher, in seiner Rede den Satz „Steine sind der Stadt Geilenkirchen wichtiger als Kinder“. Diesen Kritikern, so Schumacher, würde er gerne einmal zeigen, was aus Steinen entstehen könne, nämlich Räume, in denen getanzt, geprobt, gekocht, gebastelt und gefeiert wird.

Markus Diederen verwies seinerseits auf den Internet-Blog des ehemaligen Bürgermeisters Thomas Fieder, der im Oktober 2013 gemutmaßt habe, die Bauchemer würden nur einen Raum zum Saufen wollen. Diederen dazu: „Bereits mit unserer Konzeption des Bürgerhauses als Vereins- und Versammlungsstätte sowie auch als Begegnungsstätte für alle Bürger wird diese Aussage widerlegt.“

Wie groß die Nachfrage nach einem Bürgerhaus sei, zeige sich, so Diederen, schon an der Anzahl der Veranstaltungen, die bereits heute für das laufende Jahr geplant seien. Rund 30 Termine, von der Vereinsversammlung über Kirmesveranstaltungen, Hochzeiten, Kommunionfeiern und Geburtstage seien vorgesehen.

Für den Bau des Bürgerhauses sei eine Kostenkalkulation erstellt worden, die auf einem Zuschuss der Stadt aus der Versicherungsleistung nach dem Hallenbadbrand in Höhe von 200.000 Euro, 175.000 Euro als Kredit der Stadt und aus Eigenmitteln und Eigenleistungen der Vereine beziehungsweise der Gesellschafter bestanden habe. Diese Kostenkalkulation sei aufgegangen, teilte Markus Diederen den zahlreichen Gästen der Eröffnungsfeier mit.

Diederen dankte allen, die zum Gelingen des Baus beigetragen hatten. Für den Förderverein der Bauchemer Ortsvereine, der der Ideengeber zum Bürgerhaus gewesen war, ehrte Manfred Schumacher die „Träumer“, die halfen, das Projekt Bürgerhaus zu verwirklichen, in Person der Gesellschafter der Bürgerhaus Bauchem gGmbH: Christel Coenen (FC Germania Bauchem), Lorenz Corsten (St.-Josef-Schützenbruderschaft), Herbert Haseleur (Trommler- und Pfeiferkorps Bauchem), Ludwig Arzt (Brieftaubenzuchtverein Geilenkirchen), und auch er selber gehört für den Förderverein der Ortsvereine zu diesem Kreis. Ein Dank galt auch der Bauaufsicht, Ortsvorsteher Johannes Henßen und Geschäftsführer Markus Diederen. Der Spruch „Ein Weg entsteht dadurch, dass man ihn geht“ sei stets das Motto des Bürgerhaus-Teams gewesen.

Christel Coenen und Sybille Diederen dankte Schumacher für ihren besonderen Einsatz beim Streichen, Putzen und Einrichten. Dem Mann, „ohne den hier nichts ging“, dankte Schumacher ebenfalls: „Lieber Markus, Du warst immer ansprechbar, Du warst ständig gefordert, Du warst Sündenbock, Du warst Retter, Du warst immer ruhig und gelassen, Du warst einfach der Mann für alle Fälle.“

Als Dankeschön überreichte Manfred Schumacher Markus Diederen einen Bauhelm und zwei Eintrittskarten für das Spiel Borussia Dortmund gegen Bayern München. Bürgermeister Georg Schmitz lobte das Gemeinschaftsgefühl in Bauchem. Nach der Eröffnung des Quartierzentrums in Bauchem und nun des Bürgerhauses Bauchem entwickle sich der Ortsteil zum „hidden champion“ Geilenkirchens. Marlies Tings vom Team der Kleiderstube Brucknerstraße überbrachte zur Eröffnung eine Spende der Kleiderstube für das Bürgerhaus in Höhe von 2000 Euro.

(defi)