Vom Schwarzbrot bis zur Pizza : Brotliebhaber mussten beim Beecker Backesfest schnell sein

Vom Schwarzbrot bis zur Pizza : Brotliebhaber mussten beim Beecker Backesfest schnell sein

Wieder lange Schlangen bei der Ausgabe vom 23. Beecker Backesfest. In nur einer Stunde waren alle Brote weg.

Es dauerte gerade mal eine Stunde bis die begehrten Brote beim 23. Beecker Backesfest verkauft waren. Die Besucher hatten auch in diesem Jahr wieder in langer Schlange auf die Ausgabe der beliebten Backwaren gewartet, die das Backes Team der Interessengemeinschaft Dorfverschönerung Beeck für ihr alljährliches Backesfest im Herzen des idyllisch gelegenen Dorfes im Steinbackofen gebacken hatte.

Auch wenn das Backes Team sich im Vorfeld des Backesfestes wieder einmal nicht geschont und 30 Teile mehr gebacken hatte als im Vorjahr, so waren die heiß begehrten Brote doch schneller über die Theke im Vereinsheim gewandert, als man gucken konnte.

Pizza und süße Flas

Rund 200 Schwarzbrote, 100 Weißbrote, 100 Zöpfe plus 30 Rosinenzöpfe und rund 100 Fladen dazu 63 Pizzen fanden beim Backesfest zufriedene Abnehmer, die teilweise seit Jahren diese beleibte Veranstaltung besuchen. Flas gab es mit Streuseln oder Riemchen belegt mit Sauerkirschen, Äpfeln, Aprikosen oder Stachelbeeren. Bei den Pizzen mauserte sich die Pizza Hawaii zum Renner, dicht gefolgt von Salami-, Thunfisch- und der vegetarischen Pizza.

Wer eines der begehrten Schwarzbrote auf dem Backes ergattert hatte, durfte sich glücklich schätzen. Foto: Dettmar Fischer

Auch wenn es direkt am Backes nichts zu kaufen gab, sondern die Besucher die Backwaren an der langen Theke im Vereinsheim erwerben konnten, kam doch jeder Gast gerne mal schauen, woher denn Pizza & Co. an diesem Tag eigentlich kamen. Für einen kurzen Blick in den Backes reichte es schon, dann aber ging die Klappe zum Backes wieder schnell zu, und Heizer Peter Küpper schaute nach der rechten Temperatur. Zusammen mit Detlef Kerseboom, dem 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Dorfverschönerung Beeck, bekleidete Küpper den wichtigen Posten des Heizers am Backes.

Seit vorangegangenem Dienstag war der Steinofen in Betrieb gewesen und das 13-köpfige Backes Team hatte die Backwaren für den Festsonntag vorbereitet. Auch der Pizzateig war in diesem Jahr schon vorgebacken worden, um die Wartezeiten für die hungrigen Gäste zu verkürzen.

Historisches Ackergerät schmückt die Anlage rund um den Beecker Backes. Das Marktprogramm am Vereinsheim war in diesem Jahr erweitert worden. Foto: Dettmar Fischer

Bereits fleißig vorgearbeitet

Die beiden Heizer hatten auf das Holz zugreifen können, dass übers Jahr von den Mitgliedern der Interessengemeinschaft rund ums Dorf bei Instandhaltungsmaßnahmen geschlagen wurde. 250 Grad für die Brote, 350 Grad für die Pizzen mussten eingehalten werden. Für die Pizzen, die am Sonntag nacheinander in den Ofen wanderten, hatten die Heizer schon am Samstagabend den Steinofen hochgepowert, damit er auf die richtige Temperatur runterglühen konnte. Zwischen Backes und Vereinsheim pendelte Hubert Mohnes mit dem Pizzamobil. Bei den Kilometern die Mohnes an diesem Tag zu Fuß zurücklegte, wäre es sicher eine Überlegung wert, ihm mal ein Elektro-Pizzamobil zu spendieren.

Hobbywinzer Heinz Küppers zapfte ein Fässchen seines Fruchtweines an. Foto: Dettmar Fischer

Die Verweilmöglichkeiten für die Gäste sind rund um den Backes stets schön gestaltet mit restaurierten landwirtschaftlichen Geräten. So lassen sich unter den alten Bäumen entspannte Stunden verbringen. Das Marktprogramm am Vereinsheim war in diesem Jahr noch auf ein Dutzend Händler erweitert worden. Vor allem Dekoartikel waren im Angebot. Heinz Küppers aus Beeck bot Produkte aus seiner Weinkellerei zugunsten des Beecker Trommlercorps an. Der Black River Tropfen kam bei den Besuchern bestens an. Ein Wein aus Äpfeln und ein bisschen Birne mit einem Drittel Quitte ist ein Tröpfchen vom wahrscheinlich westlichsten Winzer Deutschlands, das besonders gut mundet.

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