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Geilenkirchen: Bleibende Fußabdrücke bei den Schützen hinterlassen

Geilenkirchen : Bleibende Fußabdrücke bei den Schützen hinterlassen

Mut zum Risiko hatten die Vereinigten St.-Sebastianus-und-Junggesellen-Schützenbruderschaften Geilenkirchen. Der Vorstand wollte den Kirmesdruck über die Pfingsttage aus den Segeln nehmen und dachte dabei besonders an das Königspaar.

Die Idee war es, vor dem Fest bereits einen Königsball in schicker Atmosphäre zu feiern. Auf der Suche nach einer geeigneten Location fiel die Wahl des Vorstands auf die Tanzschule Theißen im Gewerbegebiet „An Fürthenrode“.

Nicht nur Schützenmeister Klaus Striebinger strahlte. Es wurde ein Königsball, den Geilenkirchen so noch nie gesehen hatte. Nicht nur befreundete Bruderschaften aus Hünshoven, Bauchem, Grotenrath und Frelenberg waren vor Ort, auch die Idee, Rat und Verwaltung, die Geilenkirchener Geschäftswelt und Vereine einzuladen, sorgten für großes Echo.

Bedingt durch die Räumlichkeiten konnten hier die Ratsvertreter und Geschäftsleute sowie weitere Ehrengäste in aller Ruhe und mit Blick auf die Tanzfläche plaudern. Besonders für viele Damen war es ein besonderer Tag und sahen auch diese Einladung als solche: im schicken Outfit und schicker Garderobe drückte die Damenwelt diesem Festabend in der Tanzschule einen ganz besonderen Stempel auf.

Neben dem Königspaar Simon Lubberich und Samara Newman standen drei Jubilare im Mittelpunkt und wurden im würdigen Rahmen für ihre Vereinstreue und Verdienste ausgezeichnet.

Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft stand zunächst Franz-Michael (Framy) Jansen im Rampenlicht. „Wenn du gebraucht wurdest, warst du für die Bruderschaft immer da. Jetzt jüngst wieder, nachdem die Bruderschaft keine Perspektive hatte. Dafür danken wir dir“, sagte Schützenmeister Striebinger.

Seit 65 Jahren dabei

Stolze 65 Jahre dabei sind Willi Vieten und Albert Schmidt. Willi Vieten ist seit 1953 Mitglied, kam im Alter von 18 Jahren zur Bruderschaft, gründete die Schießabteilung mit. „Willi Vieten erlernte das Beiern, das Einläuten der Kirmes vom Schützenmeister Anton Breuer und gab das Erlernte an die nächste Generation weiter“ so Striebinger. „Du hast in Deinen 65 Jahren bleibende Fußabdrücke hinterlassen“. Die lobenden Worte entfachten einen weiteren Beifallssturm.

Albert Schmidt wurde 1953 im Alter von 19 Jahren Mitglied, war nicht nur in jungen Jahren ein leidenschaftlicher Junggesellenschütze.

„Früher wurde mir gesagt, wenn du was über die Schützen wissen möchtest, musste du dir bei Albert die Haare schneiden lassen“, sagte Striebinger und lachte.

„Du verkörperst auch heute noch im hohen Alter, dass die Ideale mit ‚Glaube-Sitte-Heimat‘ nicht nur Worte sind“, sagte Striebinger weiter und wurde abermals mit tosendem Applaus für diese Worte belohnt.

(agsb)