Bilanz der Stadtbücherei Geilenkirchen

Stadtbücherei Geilenkirchen : Die Leselust scheint in Geilenkirchen ungebrochen

Die Zahl der Menschen, die das Angebot der Geilenkirchener Stadtbücherei nutzen, ist im vergangenen Jahr gestiegen.

Waren es im Jahr 2017 noch 30.984 Besucher, so waren es im vergangenen Jahr 31.925 Kunden, was eine Steigerung von drei Prozent ausmacht. Auch die Ausleihzahlen sind gestiegen: von 89.731 Medien in 2017 auf 90.047 in 2018. Das macht eine Steigerung von 0,4 Prozent aus. Pro Öffnungstag wurden durchschnittlich 365 Medien ausgeliehen, das sind 68 Medien in der Stunde.

Durchschnittlich kamen 129 Kunden pro Öffnungstag in die Bibliothek, das waren 24 Besucher in der Stunde. Ihnen standen insgesamt 31.407 Medien zur Verfügung. Angesichts dieser Zahlen hatten die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Soziales, Sport und Kultur nur lobende Worte für Bibliotheksleiterin Antonia Zaharanski, die im Ausschuss ihren Jahresbericht ablegte. Aktualität sei das A und O einer gut frequentierten Bibliothek, betonte Zaharanski: „Die schönsten Räume nutzen nichts, wenn darin nur alte Medien angeboten werden“, sagte sie.

Da die Nachfrage das Angebot bestimme, habe das Bücherei-Team die Musik-CDs wegen der kontinuierlich sinkenden Nachfrage zum Ende des Jahres komplett aus dem Bestand entfernt. Stattdessen sei der Bestand an Romanen und Kinder- und Jugendbüchern weiter ausgebaut worden. Auch das Zeitschriften-Angebot sei erweitert worden. „Diese Maßnahmen haben sich dann auch umgehend ausgezahlt: Die Ausleihzahlen haben sich weitgehend stabilisiert und steigen sogar wieder leicht an, und auch unsere E-Medien legen kontinuierlich zu“, sagte Zaharanski. Sie bedauerte aber: „Leider konnte der Sachbuchbestand mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht gleichermaßen aktualisiert werden, was aber dringend notwendig wäre.“

Antonia Zaharanski freute sich natürlich über steigende Besucherzahlen. Vor allem kämen junge Familien mit kleinen Kindern, „die auch sehr stark unsere Bilderbuch- und Vorlesestunden frequentieren“. Eine weitere große Gruppe seien die Best-Ager 55+ und Senioren, die verstärkt das E-Medien-Angebot und E-Book-Sprechstunden in Anspruch nähmen. Die Geilenkirchener Bibliothek sei auch Anlaufstelle für viele Schüler, die in den Räumen lernen und die Arbeitsplätze nutzen würden. „Wir begrüßen das sehr und würden dieses Angebot gerne weiter ausbauen. Leider scheitern wir dabei an unseren räumlichen Möglichkeiten“, bedauerte Zaharanski.

Gerade bei den Schülern sei der Beratungsbedarf besonders groß. Allein die Recherchearbeit für Facharbeiten sei im vergangenen Jahr um 55 Prozent angestiegen. „Und nicht nur hierfür, sondern auch für die Erstellung von Referaten und für unterrichtsbegleitende Materialien wäre die Aktualisierung unseres Sachbuchbestandes dringend nötig“, sagte Zaharanski. Rund 60 Schüler hätte das Büchereiteam bei ihren Recherchen für Facharbeiten unterstützt. Mittlerweile biete sie Recherche-Trainings für Facharbeiten und Referate für ganze Klassen und Kurse an.

Nach den Sommerferien, so kündigte die Bibliotheksleiterin an, werde ihr Team feste Zeiten anbieten, in denen den Nutzern bei Bedarf gewünschte Titel auf ihre E-Book-Reader heruntergeladen werden, „damit auch nicht ganz so versierte Leser dieses Angebot nutzen können“. Häufig würden sie und ihre Kolleginnen um Hilfestellung bei der Benutzung der Besucher- und Internet-PCs gebeten.

Ein weiterer wichtiger Auftrag sei für die Bibliothekare die Leseförderung. „Hier arbeiten wir besonders eng mit Kindergärten und Grundschulen zusammen, und hier erreichen wir auch Kinder, die von Haus aus nicht unbedingt mit Büchern und Lesen oder Vorlesen in Berührung kommen“, betonte Zaharanski.

Neben den üblichen Führungen gebe es seit Jahren die Klassenbesuche der Katholischen Grundschule, die mit allen Schuljahren regelmäßig zur Ausleihe in die Bibliothek kommen würde. „60 solcher Besuche fanden im vergangenen Jahr statt. Inzwischen besuchen uns auch die Kindergärten des Stadtgebietes.“

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