„Be Future“: Berufsmesse im Geilenkirchener Gymnasium erlaubt Blick in die weite Arbeitswelt

„Be Future“ : Berufsmesse im Geilenkirchener Gymnasium erlaubt Blick in die weite Arbeitswelt

Alle Jugendlichen, die noch nicht wissen, was mal beruflich aus ihnen werden soll, sollten sich die Berufs- und Studieninformationsbörse Be Future nicht entgehen lassen. Mit 71 Ausstellern ist Be Future die größte Messe dieser Art in der Region.

Veranstaltungsort ist das Schulgelände des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen. Der Eintritt ist frei — am Samstag noch von 9 bis 13 Uhr. Schon am Freitag nutzten knapp 3000 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich ganz unmittelbar Informationen zu beschaffen, die in dieser Form auch das Internet nicht zu bieten hat. Das persönliche Gespräch bieten alle Aussteller an. Zudem gibt es Infomaterial für Zuhause und kleine Geschenke, die von den jüngeren Schülern eifrig gesammelt wurden.

Jugendliche informieren sich über den Beruf des Rettungssanitäters.

Ins Blaue hinein

Infos gibt es an jedem Stand.

Lena Fiddelers zählte vor zwei Jahren noch selber zu den Besuchern der Messe. Als Schülerin von St. Ursula war auch sie auf der Suche nach einer beruflichen Zukunftsperspektive. Freunde hatten schon einen ähnlichen Weg eingeschlagen, und auf der Börse hatte Lena Fiddelers dann selber für sich das Richtige entdeckt: die Hogeschool Zuyd in Heerlen. Dort lässt sich Lena Fiddelers zur Ergotherapeutin ausbilden.

In der Aula des Bischöflichen Gymnasiums befand Lena Fiddelers sich in diesem Jahr auf der anderen Seite des Tischs, vor dem sie vor zwei Jahren noch selber gestanden hatte. Fiddelers: „Die Schüler fragen nach der Art der Studiengänge und vor allem nach den Voraussetzungen, die sie für das Studium mitbringen müssen. Manche fragen aber auch einfach so ins Blaue hinein und gucken, was es so gibt.“

Franz Toussaint ist aus Düsseldorf angereist. Er vertritt das Profiling Institut. Dieses Institut ergänzt die vorhandenen Angebote ideal, auch wenn die Dienstleistung nicht ganz billig ist. Franz Toussaint hat einen der Vorträge gehalten, die das Ausstellungsprogramm begleiten.

Er ist begeistert von den Schülern, die seinen Vortrag besucht haben: „Die Schüler haben qualifizierte Fragen gestellt, auf einem sehr hohen Niveau.“ Mit seinem Profiling Institut bietet Franz Toussaint eine individuelle Studienberatung an. Toussaint: „Jeder dritte Student bricht sein Studium ab. Bei 18 000 Studiengängen in Deutschland ist es ja auch fast unmöglich, die richtige Wahl zu treffen.“ Toussaint war zum ersten Mal bei Be Future und will 2019 auf jeden Fall wiederkommen.

Verlässlicher Partner

Das hört Wilfried Kleinen natürlich gerne. Kleinen ist der Spiritus Rector von Be Future, und zwar ehrenamtlich. Es ist inzwischen die 12. Messe, und die Motivation, auch die 13. zu veranstalten, ist gegeben. Wilfried Kleinen: „Wenn ich in die glücklichen Gesichter der Schüler und Aussteller sehe, bin ich nach wie vor hochmotiviert.“

Mit dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula hat Kleinen einen verlässlichen Kooperationspartner gefunden. Bislang arbeitete er eng zusammen mit Robert Jansen, der nun den Posten des stellvertretenden Schulleiters übernommen hat. Jansens Kollege Riccardo Marangi hatte in diesem Jahr erstmalig die Messevorbereitungen vor Ort bewerkstelligt.

Die Messe ist für alle Schüler offen. In diesem Jahr nahmen die Gesamtschule und die Realschule Geilenkirchen teil, Schüler der AWO Übach-Palenberg, vom Haus Overbach Jülich und der Liebfrauen Schule Eschweiler. Am Samstag werden auch Schüler erwartet, die mit ihren Eltern die Messe besuchen.

Der 16-jährige Henrik Orths besuchte am Freitag die Messe als Schüler von St. Ursula, Betriebswirtschaftslehre ist sein Berufsziel. Aber auch der Maschinenbau fasziniert ihn. Der 3-D-Drucker am Stand der Jakobs-Houben Technologie GmbH sei schon toll gewesen, sagt Henrik. Aber es wird wohl doch auf BWL hinauslaufen.

Denise van Rooij hat ihren Traumberuf schon gefunden. Sie ist Polizistin auf der Geilenkirchener Wache. Van Rooij informierte die Jugendlichen am Stand der Polizei darüber, dass der Polizeialltag in Geilenkirchen sich etwas anders gestaltet, als es in der TV-Serie „Auf Streife“ gezeigt wird. Sie freute sich, dass Schüler, die bei ihr ein Praktikum gemacht hatten, nun auch wieder an ihren Stand kamen.

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