Übach-Palenberg: Bei der Ratssitzung beschlossen: Ein Ehrengrab für Theodor Kranz

Übach-Palenberg: Bei der Ratssitzung beschlossen: Ein Ehrengrab für Theodor Kranz

Die dicken Brocken wie Frauenförderplan, Stellenplan und Haushaltssatzung standen zwar auf der Tagesordnung des Übach-Palenberger Haupt- und Finanzausschusses, wurden aber einstimmig auf die Ratssitzung am Donnerstag, 28. November, verschoben, bei der mit den Haushaltreden auch die Generalabrechnung stattfindet.

So ging es zunächst nur um Kleinigkeiten wie die jeweilige Zustimmung zur Neubesetzung von Gremien aufgrund personeller Veränderungen in der Verwaltung, zur Verlegung des Geschäftssitzes der Westenergie und Verkehr GmbH von Erkelenz nach Geilenkirchen oder zu städtischen Gebühren, die bei Straßenreinigung, Entwässerung und Bestattungswesen gleich bleiben und bei der Abfallbeseitigung sogar sinken.

Zwei interessante Punkte gab es allerdings unter dem Punkt Verschiedenes. So sprach man über den Antrag des Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, das Grab von Theodor Kranz auf dem Friedhof an der Friedensstraße zum „Ehrengrab“ zu erklären und für die entsprechende Beschriftung und Pflege zu sorgen.

Theodor Kranz, der von 1965 bis 1980 in Übach-Palenberg lebte, hatte in der Zeit des NS-Terrors in Leipzig die jüdische Familie Frankenstein vor den Nazis versteckt und dazu beigetragen, dass die Familie überleben konnte. Vor wenigen Wochen war er von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem posthum zum „Gerechten unter den Völkern“ erklärt worden. Die Sprecher aller Fraktionen dankten dem Verein für den Hinweis, der Ausschuss stimmte dem Antrag zu.

Zu wenig Einwohner

SPD-Sprecher Heiner Weißborn richtete die Anfrage an Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, ob die Stadt beabsichtige, eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage anzuschaffen. Er bezog sich damit auf Äußerungen des Bürgermeisters auf der Homepage der Stadt, nach denen vor allem zum Schutz der Kinder solche Verkehrsmessungen vorgenommen werden sollten. Der Bürgermeister erwiderte, dass er inzwischen festgestellte habe, dass solche Maßnahmen durch die Ordnungsämter nur in Kommunen mit 50.000 und mehr Einwohnern erlaubt sind.

(mh)
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