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Baumärkte weiterhin gut besucht

Folgen des Coronavirus : Baumärkte weiterhin gut besucht

Die Menschen verbringen gezwungenermaßen im Moment viel Zeit zu Hause. Was läge da also näher, als ein wenig heimzuwerken oder Gartenarbeiten zu erledigen? Dafür braucht man natürlich die richtige Ausrüstung und das richtige Material, und die Baumärkte sind noch geöffnet.

Merken diese Läden in der Zeit, in der alle Menschen zu Hause bleiben und Kontakte meiden sollen, also einen Anstieg der Kundenzahlen? Oder werden auch sie schwer von den momentanen Einschränkungen getroffen?

Auch wenn die Situation in den einzelnen Baumärkten der Region doch recht unterschiedlich ist – eins lässt sich zusammenfassend sagen: Leere Hallen, die die Gewinne der Märkte einbrechen lassen, gibt es nicht. Genausowenig handelt es sich um das andere Extrem, das viele Supermärkte momentan erleben: Es finden in den Baumärkten keine Hamsterkäufe statt. Im MOBAU in Geilenkirchen etwa kommen um drei Prozent mehr Kunden als vor der Coronakrise – oft ältere Menschen. Die Tedox-Filiale in Hückelhoven hingegen verzeichnet weniger Kunden als gewöhnlich. Es seien „typische Baumarktkunden“, das bedeute „Menschen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren“. Der MOBAU in Gangelt berichtet davon, dass die ersten vier Wochen nach Karneval eine Katastrophe gewesen seien. Mittlerweile habe sich die Kundenfrequenz aber wieder leicht normalisiert.

Einige Baumärkte wollen keine offizielle Auskunft darüber geben, wie es momentan läuft. Doch dass die Kundenzahlen nicht gerade eingebrochen sind, bestätigen sie. Ein klarer Zulauf sei da, und zwar in der gesamten Branche, hört man hier von mehreren Stimmen – und das, obwohl jegliche Werbung gestrichen worden sei, um dem Kundenzustrom entgegenzuwirken. Ob das nun an Corona liegt oder am Frühlingsanfang und dem guten Wetter, sei schwierig zu beurteilen. Jedenfalls würden Frühjahrsartikel gut gekauft.

Auch wenn viele Menschen Baumärkte besuchen – es sei kein Überlauf zu sehen. Alle Baumärkte versichern, dass sie ihre Auflagen umsetzen und auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen achten: etwa mit Aushängen oder Einlasskontrollen. Thomas Hürter von tedox berichtet, dass die Kunden in Hückelhoven respektvoll mit der Lage umgehen: „Wir beobachten in unserer Filiale ein diszipliniertes Verhalten.“ Ein ganz anderes Bild bietet sich in der Mobau-Filiale in Gangelt, wie der Filialleiter Gerd Soetzen erzählt. Obwohl überall Aushänge gemacht wurden, dass der Mindestabstand im Markt eingehalten werden muss, würden sich viele Kunden nicht daran halten. „Selbst nachdem wir die Leute nochmal persönlich darauf aufmerksam gemacht haben, wurde es oft einfach ignoriert“, sagt er. Soetzen würde sich wünschen, dass die Menschen sich bitte an die Regeln halten – auch beim Einkauf im Baumarkt.