Geilenkirchen: Bahnhof Geilenkirchen: Mehr Sitzgelegenheiten für Wartende

Geilenkirchen: Bahnhof Geilenkirchen: Mehr Sitzgelegenheiten für Wartende

Seit Anfang Dezember 2011 können Fahrgäste und Besucher alle Einrichtungen im Bahnhof Geilenkirchen problemlos und barrierefrei erreichen und nutzen. Bei der Einweihung im Januar 2012 äußerten sich die Menschen sehr angetan von der neuen Gestaltung des im Ursprung 113 Jahre alten Gebäudes.

Der Rat der Stadt Geilenkirchen hatte im Jahr 2007 die Sanierung des Bahnhofs beschlossen und das Gebäude im Dezember 2008 von der Deutschen Bahn AG erworben. Die Planung sah vor, das Empfangsgebäude zu modernisieren und anschließend einer neuen Nutzung zuzuführen.

Die umfangreichen baulichen Maßnahmen wurden im August 2009 begonnen. Für die Planer stand der Erhalt des Städtebild prägenden, ab 1899 in drei unterschiedlichen Abschnitten erbauten Bahnhofes mit teilweiser Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes im Vordergrund.

Die Empfangshalle präsentiert sich jetzt mit wunderschönen Rundbögen und indirekter Beleuchtung. Auch die Fenster im Erdgeschoss wurden in Hinsicht auf den ursprünglichen Zustand mit Rundbögen versehen. Täglich nutzen rund 3000 Fahrgäste die Geilenkirchener Station, und damit zählt der Bahnhof zu den stark frequentierten Bahnstationen in der Region.

Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler bezeichnete die Fertigstellung als einen „Meilenstein für die Stadt”, denn der Bahnhof sei ein wichtiges Eingangstor zur Stadt. Doch das „Eingangstor” präsentiert sich nur acht Monate nach Fertigstellung nicht mehr in vorbildlichem Zustand. Von vielen Menschen wird bedauert, dass es an Sitzmöglichkeiten, also Bänken mangelt. Dies ist besonders an der rückwärtigen Seite auf dem Bahnsteig eins der Fall, derweil auf dem Bahnsteig zwei genügend Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Weil Bänke auf dem Bahnsteig Richtung Aachen fehlen, lassen sich viele Fahrgäste locker auf den Fenstersimsen nieder.

Manche stützen sich mit den Füßen gegen die Außenwand ab. Das ist erkennbar an den hinterlassenen Fußabdrücken, die auf dem hellen Untergrund überall am Gebäude zu sehen sind.

Auch in der Empfangshalle fehlten Sitzmöglichkeiten, die besonders älteren Menschen ein kurzes Verweilen ermöglichen würde. Ein Taxifahrer erkennt darüber hinaus ein Vandalismus-Problem. Er hat mehrmals beobachtet, dass junge Radfahrer mit dem Lenker gegen die Wand knallen und dann der Putz absplittert. „Das machen die Jugendlichen extra”, bemerkt er dazu. So ist an manchen Stellen der Putz weg - der Abrieb von den Schuhen ist vorhanden. „Mittlerweile kontrolliert morgens schon mal die Polizei”, freut sich der Taxi­fahrer über diesen Umstand. Viele Fahrgäste sind nun der Meinung, dass sich das Problem der Fußabdrücke durch das Aufstellen von Bänken an der Bahnsteigseite lösen lasse.

Andreas Eickhoff vom Gebäudemanagement der Stadt Geilenkirchen kann zu diesem Thema aber auf eine erfreuliche Entwicklung verweisen: „Die Bänke sind bereits bestellt und sollen noch im Laufe des Oktobers installiert werden.”

Weil das Empfangsgebäude sich im Eigentum der Stadt, aber der Bahnsteig im Besitz der Deutschen Bahn befindet, sei eine Vereinbarung mit der „DB Station und Service” getroffen worden, den Bahnhof gemeinsam zu möblieren.

Die zuständige DB-Abteilung habe nun drei Bankreihen bestellt, die demnächst im Bereich der Fenster auf Bahnsteig eins aufgestellt würden. Eine Bank mit sechs Holzsitzen für die Empfangshalle sei gleich mitbestellt worden, die Kosten hierfür würde die Stadt Geilenkirchen übernehmen. Zusätzlich soll eine Reihe zusätzlicher Mülleimer für mehr Sauberkeit sorgen.

Den voraussichtlichen Liefertermin Oktober bestätigte auch der für Geilenkirchen zuständige Bahnhofsmanager, Dipl. Ing. Steffen H. Glasnek, der sich für die Fahrgäste über die Sitzmöglichkeiten und mehr Komfort freut.