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Kontrollen der Polizei: An Kindergarten mit 71 km/h vorbeigerast

Kontrollen der Polizei : An Kindergarten mit 71 km/h vorbeigerast

Inwieweit halten die Bürger die Coronaschutzverordnung ein? Halten sich die Fahrradfahrer an die Verkehrsregeln? Und wie steht es um die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Ablenkung sowie Alkohol und Drogen im Straßenverkehr?

Diesen Fragen gingen Beamte der Kreispolizeibehörde Heinsberg am Mittwoch bei einer großangelegten Kontrollaktion im Kreisgebiet nach. Die erfreulichste Antwort gleich vorneweg: „Positiv fielen die Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Coronaschutzverordnung aus. Die Beamten lobten die Disziplin der Menschen im Kreis und mussten keine einzige Anzeige schreiben“, so Polizeisprecherin Angela Jansen.

An zwölf stationären und drei mobilen Kontrollstellen im Kreisgebiet, die im Bereich von Schulen und Kindergärten lagen, überprüften die Beamten insgesamt 407 Fahrzeuge und 461 Personen. Dabei stellten die Polizisten fest, dass eine Person ihren Pkw unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln führte. „Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt sowie eine Anzeige gegen ihn gefertigt“, so Jansen. Drei Fahrer nutzten während der Fahrt verbotswidrig ihr Mobiltelefon. Dafür erhielten alle eine Anzeige.

Ein Verwarngeld wurde acht Fahrradfahrern aufgebrummt, die entweder auf dem Gehweg fuhren oder den Radweg in die falsche Richtung benutzten. Zwei Personen hatten während der Fahrt ihr Kind nicht richtig gesichert. Auch sie erhielten eine Verwarnung.

Geschwindigkeitskontrollen wurden vor Schulen und Kindergärten vorgenommen. 76 Fahrer wurden aufgrund überhöhter Geschwindigkeit angehalten und kontrolliert. Drei Personen waren so schnell unterwegs, dass sie neben einem Bußgeld auch mit einem Fahrverbot rechnen müssen. In einer 30 km/h-Zone war der traurige Spitzenreiter mit 56 km/h unterwegs. Acht Verkehrsteilnehmer müssen ein Verwarngeld zahlen, da sie die Vorfahrt nicht beachtet hatten. Weitere fünf hatten während der Fahrt den Sicherheitsgurt nicht angelegt. Vier Fahrzeugführer hatten Fahrzeugpapiere oder Warnwesten nicht dabei. Folge: ein Verwarngeld. Insgesamt stellten die Polizisten 107 Verstöße fest und ahndeten diese.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle vor einem Kindergarten (Zone 30) wurden 1210 Fahrzeuge gemessen, davon erhielten 205 Fahrzeugführern eine schriftliche Verwarnung, da sie zu schnell unterwegs waren. Sieben waren so schnell unterwegs, dass sie mit einem Bußgeld sowie einem Fahrverbot rechnen müssen. Die höchste Geschwindigkeit, die an dieser Stelle gemessen wurde, betrug 71 km/h.