Geilenkirchen: Altes Stellwerk am Bahnübergang in Hünshoven abgerissen

Geilenkirchen: Altes Stellwerk am Bahnübergang in Hünshoven abgerissen

„Was lange währt, wird endlich gut“, lautet ein bekanntes Sprichwort, das exakt auf die Forderung nach Abriss des alten Stellwerks am Bahnübergang in Geilenkirchen-Hünshoven zutrifft. Nach Jahren der Intervention von Stadt und Politik ist jetzt vom Verfall gezeichnete Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Am Freitagmorgen begannen Arbeiter mit aufwendigen Absperr- und Umleitungsmaßnahmen, die besonders im morgendlichen Berufsverkehr zu chaotischen Verkehrszuständen in der Innenstadt führten.

Nach der nächtlichen Abbruchaktion durch eine Brachelener Firma stand am Morgen nur das Skelett.

Ab 7.30 Uhr hatte sich ein kilometerlanger Rückstau vom Kreisverkehr am Markt über die Herzog-Wilhelm-Straße, an Hommerschen vorbei bis zur Bahnüberführung auf der L 364 gebildet. Dies lag an dem Umstand, dass der Bahnübergang komplett gesperrt und der Verkehr aus Richtung Immendorf über die Straße „An der Friedensburg“ umgeleitet wurde. Fußgänger durften die Gleise überqueren, Mitarbeiter der Bahn sperrten den Übergang, wenn ein Zug Durchfahrt hatte.

Ein mit dem Abriss des Stellwerks beauftragtes Bauunternehmen aus Brachelen erledigte den ganzen Tag über kleinere Arbeiten, wie beispielsweise das Entfernen der Klinker. Die eigentlichen Abrissarbeiten erfolgten in den drei Nächten bis zum Montag ab etwa Mitternacht. Dazu wurde am Freitagabend ein Kranwagen aufgefahren, der ein Stahlgestell unter die Betondecke des Stellwerks platzierte, um diese dann abzutragen. Mit Spezialgerät wurde der Beton später zerkleinert. Während der nächtlichen Abrissarbeiten musste zeitweise auch die Strom führende Oberleitung der Bahnstrecke in Richtung Mönchengladbach abgeschaltet werden.

Der Abriss verlief ohne Probleme, und am Montag kann die Konrad-Adenauer-Straße wieder durchgehend für den Verkehr freigegeben werden. Klar, dass sich einige Nachbarn durch den nächtlichen Lärm gestört fühlten. „Dafür werden wir ab Montag entschädigt, denn wir müssen nicht mehr den Anblick der Stellwerk-Ruine ertragen“, freut sich ein Anwohner.

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