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Aktion Weihnachtskiste in Geilenkirchen, Gangelt und Übach-Palenberg

Aktion Weihnachtskisten : Spenden mit viel Einfallsreichtum für ein schönes Weihnachtsfest

Ein Geschenk für die, die sonst leer ausgehen, beschert die Weihnachtskistenaktion der regionalen Tafeln, des WDR und unserer Zeitung bedürftigen Menschen. Am Mittwoch konnten die Spender ihre Weihnachtskisten an drei Standorten in Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Gangelt bei der Übach-Palenberger Tafel abgeben.

Am Donnerstag erfolgt die Ausgabe. Bürger aus Geilenkirchen steuerten das Evangelische Gemeindezentrum an der Konrad-Adenauer-Straße in Geilenkirchen an. Den ganzen Tag über standen Karin Popierz und ihr Team ehrenamtlicher Helfer bereit und sammelten fleißig ein, was teilweise über das ganze Jahr hinweg gesammelt worden war.

Elisabeth Mainz hatte immer mal wieder im Laufe des Jahres Dinge entdeckt, die ein schönes Geschenk abgeben könnten. Backformen und Plätzchenausstecher waren noch original verpackt und können vielleicht sogar noch vor Weihnachten zum Einsatz gelangen.

Ihr Sohn hatte seine Spielsachen durchgesehen und noch gute Stücke zum Weiterverschenken aussortiert. Lebensmittel waren in den meisten Paketen vorhanden und natürlich Spielzeug für die Kinder.

Im evangelischen Gemeindehaus in Gangelt gingen viele schön gepackte Weihnachtskisten ein. Kirsten Laschet gehörte zu den Spendern, Franz-Josef Schippers, Finni Deckers, Antje Wand und Max Esser nahmen die Spenden entgegen. Foto: Dettmar Fischer

Karin Popierz betreut seit vier Jahren die Weihnachtskistenaktion. Sie hob hervor, wie schön die Pakete von den Spendern gepackt würden. Neben den Zutaten für ein Weihnachtsmenü sind in den Kisten auch Dekoartikel zu finden, die ein bisschen weihnachtliche Stimmung zaubern können.

Für die Kinder haben die Helfer der Tafel eine eigene Ecke im Gemeindezentrum eingerichtet. Karin Popierz: „Wir sagen unseren Kunden immer, dass sie ihre Kinder mitbringen sollen.“ In der Spielzeugecke herrscht dann immer beste Stimmung bei den kleinen Besuchern.

Die Mitarbeiter der Übach-Palenberger Tafel nahmen im Carolus Magnus Centrum in Übach-Palenberg die Spenden zur Weihnachtskistenaktion entgegen. Foto: Dettmar Fischer

Das Tafel-Team kann anhand der Kundenliste ersehen, wie groß die zu beschenkende Familie ist, ob Kinder mit dazu gehören oder ob es sich um eine alleinstehende Person handelt.

Im Carolus Magnus Centrum in Übach-Palenberg waren ein Dutzend Helfer der Übach-Palenberger Tafel damit beschäftigt, die Paketeingänge zu sortieren. Viele Spenden kommen von den Übach-Palenberger Schulen, und auch Kindergärten haben gesammelt. Die Schulen spendeten Lebensmittel, die nun von den Tafelmitarbeitern in Pakete gepackt wurden. Auch hier wurde darauf geachtet, dass die Kinder nicht zu kurz kommen. Plüschtiere warten in den unterschiedlichsten Ausführungen auf ihre neuen Besitzer.

Foto: Dettmar Fischer

Nudeln, Ketchup und Würstchen im Glas sind in den Kartons zu finden und auch Schokopudding für den Nachtisch.

Roswitha Bischhaus-Trotnow ist die Vorstandsvorsitzende der Übach-Palenberger Tafel. Sie weiß aus den Vorjahren, dass die eingehenden Pakete sicherlich nur für die Stammkunden der Tafel reichen werden. Doch sie freut sich, dass die Bürger, die eine Weihnachtskiste spenden, durchaus erfinderisch ans Werk gehen. Da das Ziel, den bedürftigen Menschen ein Weihnachtsessen zu bescheren, an der Frischfleischbeilage scheitern könnte, würden manche Spender einen Metzgergutschein beilegen. Roswitha Bischhaus-Trotnow: „Die Leute machen das wirklich super.“

Bischhaus-Trotnow würde sich übers Jahr aber etwas mehr Spendenfreudigkeit wünschen. Ein Spendenrückgang von 20.000 Euro wie in diesem Jahr bringe den Verein schnell an seine Grenzen. Die fünf Ausgabestationen in Boscheln, Palenberg, Geilenkirchen, Birgden und Tüddern müssten ebenso unterhalten werden wie die beiden Transporter. Ohne regelmäßige Spenden einiger Firmen wäre der Betrieb nicht aufrechtzuhalten.

Foto: Dettmar Fischer

Alleinerziehende und Rentner würden das Gros der Kunden ausmachen, sagt Bischhaus-Trotnow.

In Gangelt war die Annahmestation für die Weihnachtskisten im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Finni Deckers und Franz-Josef Schippers betreuten zusammen mit Küsterin Antje Wand die Annahme.

Kirsten Laschet brachte zwei Kartons mit Spielzeug und Süßigkeiten. Sie hatte von einer Kollegin von der Aktion gehört und beschlossen, sie zu unterstützen. Margret Babilon war auch in diesem Jahr wieder mit einer Spendenkiste dabei. Sie sagt: „Wenn jeder, dem es gut geht, nur ein Paket spenden würde, dann müsste die Aktion ein Erfolg werden.“