Geilenkirchen: Akrobatik und Jonglage als Ferienvergnügen

Geilenkirchen: Akrobatik und Jonglage als Ferienvergnügen

Heinz Hussels und das Team der Organisatoren vom „Freundeskreis Selfkantkaserne“ waren im vergangenen Jahr begeistert, denn zwei ausgebuchte Zirkuswochen bedeuteten für rund 180 Jungen und Mädchen, in der Ferienzeit echte Zirkusluft geschnuppert zu haben.

Der im Juni 2012 gegründete Verein hatte im gleichen Jahr erstmals den pädagogischen Zirkus „Lollipop“ nach Geilenkirchen geholt, um daheim gebliebenen Kindern eine Woche lang die Möglichkeit einer sinnvollen Ferienfreizeit anzubieten. Hinter dem Freundeskreis stehen Vorsitzender Heinz Hussels, sein Stellvertreter Ralf Sawitzki, Schriftführer Christoph Harmeling, Kassierer Siegfried Görgen sowie Brigadegeneral Jürgen Beyer, Thorsten Plonus, Alexander Arnold, Christoph Meyer und Alfred Budwig. Die Unterstützung bedürftiger Menschen sowie die Förderung der Jugend- und Altenhilfe hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht.

Die Schirmherrschaft für die Benefiz-Veranstaltung hat zum zweiten mal der Landtagsabgeordnete Bernd Krückel (CDU) übernommen. „Nachdem ich im vergangenen Jahr bei den Zirkus-Vorstellungen die Begeisterung der Kinder, aber auch die Bewunderung der Eltern und Großeltern sehen konnte, habe ich gerne und spontan auch für dieses Jahr die Schirmherrschaft übernommen“, sagt Bernd Krückel und freut sich schon auf das kommende Ereignis.

Die Veranstalter haben mehr als 30 Sponsoren gefunden, ohne deren Unterstützung die hohen Kosten nicht zu stemmen gewesen wären. Hinter dem Circus Lollipop verbirgt sich die Zirkusfamilie um Robby Ortmanns aus Frechen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gute Artistentradition für die Nachwelt zu erhalten.

Auch in diesem Jahr heißt es wieder „Vorhang auf und Manege frei“, und die jungen Künstler können bei den beiden Abschlussgala ihren Eltern und Freunden ein tolles Programm bieten. So vermittelt das zwölfköpfige Team den in zwei Gruppen eingeteilten 180 Kindern jeweils fünf Tage lang, montags bis freitags, eine Menge Kunststücke.

Am ersten Tag führen die ausgebildeten Artisten den Kindern die einzelnen Stationen vor und ermitteln die Fähigkeiten der Jungen und Mädchen. Nach einem Eignungstest soll dann feststehen, welches Kind in welcher Künstlergruppe mitwirken kann. Ab dem zweiten Tag wird das volle Programm geboten und die Jugendlichen in die Kunst der Akrobatik und des Jonglierens eingeführt.

Begeisterung kommt schnell

„Alle sind immer mit Elan dabei, und aus der anfänglichen Neugierde wird schnell Begeisterung“, berichtet Zirkusdirektor Robby Ortmanns von seinen Erfahrungen. Erneut hat der Freundeskreis den Zirkus für zwei Wochen verpflichtet, denn es ist vorauszusehen, dass die Nachfrage das begrenzte Angebot übersteigen wird. Das Projekt des Freundeskreises startet schon mit Beginn der Schulferien am 7. Juli und richtet sich an Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahre. Die zweite Trainingswoche findet vom 14. bis 18. Juli statt. Der „Circus Lollipop“, so die offizielle Schreibweise, bringt den interessierten Kids in der Niederheider Selfkantkaserne viel Spaß und Spiel in den Sommerferien.

„Man muss was für Kinder tun, die nicht in Ferien fahren können“, hielt schon der frühere Präsident der Süggerather „Spätlese“-Karnevalisten, Heinz Hussels, fest. Der Zirkus wird neben dem Barbara-Casino in der Selfkantkaserne sein rund 500 Personen fassendes Doppelzelt aufbauen.

Ob als Zauberer, Trapezkünstler, Seiltänzer, Trampolinspringer, Clown oder Feuerspucker — am Ende entscheiden die Kinder selbst, womit sie ihre Eltern und das Publikum bei der großen Abschluss-Gala am Samstag, 12. Juli, und am Freitag, 18. Juli, jeweils um 15 Uhr überraschen wollen. Familienangehörige und interessierte Bürger sind ebenfalls eingeladen. An allen Tagen werden die Kinder verpflegt. Kosten für die Abschlussgala 8 Euro, Kinder bis 14 Jahre 6 Euro.

(g.s.)